Nur die Erfahrung, dem Zukommenden in Unvoreingenommenheit entgegenzutreten, besitzt den Charakter von Erkenntnis, die jedoch nicht in Worte gefasst werden kann. Zen/Cage
Am Ende bleibt die Stille.
Warum schreibe ich über ein Thema, worüber es schon so viel Geschriebenes gibt? Ich sehe das Gesundheitsthema als ein integriertes Gebilde aller uns zur Verfügung stehenden Wissenschaften. Aus dieser Perspektive betrachtet habe ich in unserem Kulturkreis bisher nichts Niedergeschriebenes gefunden.
Dieses Broschüre liefert eine systematische Beschreibung von Methoden und Praktiken die ich mir im Laufe von 50 Jahren angeeignet habe und deren messbare positive Auswirkung auf meine körperliche und geistige Gesundheit.
Wissenschaft und Bildung sind für mich dann von Bedeutung, wenn sie meinem geistigen und körperlichen Wohlbefinden – also meiner Gesundheit und der Weiterentwicklung meiner Persönlichkeit – dienen. Den Nutzen von Wissenschaft und Bildung sehe ich für mich in deren täglichen Anwendung zum Wohle von mir und meiner Umwelt. Unter Umwelt verstehe ich besonders die mir am nächsten stehenden Personen, wie meine Ehepartnerin, Verwandte und Freunde bzw. Personen mit denen ich persönlichen Kontakt habe. Unter Umwelt verstehe ich auch die mich umgebende Natur.
Nur wenn es mir gut geht bin ich ein positiver Baustein in der Gesellschaft. Nur wenn es mir gut geht kann ich positive Energie an meine Umwelt abgeben und meinen positiven Beitrag in der Gesellschaft leisten. Geht es mir schlecht, dann nehme ich unweigerlich Energie von meiner Umwelt.
Meine Ansichten/Praktiken/Übungen kommen großteils aus der Tao-Lehre. Das Prinzip - einfach ausgedrückt - basiert auf folgender Überlegung:
Wenn ich an meiner Gesundheit arbeite (in einen ausgewogenen harmonischen Energiezustand komme) dann komme ich auch zur richtigen Erkenntnis wie ich mit mir und meiner Umwelt umgehe. Das ist das woran ich - wie im "Buch" beschrieben - auch in den kommenden Jahren meines Lebens immer wieder konkret arbeiten werde.
Ich bin überzeugt, wenn man bei der Umsetzung dieser Lehren Schritt für Schritt in eine höhere Bewusstseinsebene kommt, wird das Leben einfacher und lustvoller:
Ich bekomme automatisch
- eine funktionierende Partnerschaft, ein erfülltes Sexualleben, eine optimale Beziehung zu meinen Eltern, zu meinen Kindern.....
- Ich kann geben, ohne selbst in ein Energiedefizit zu kommen.
- Ich kann helfen, ohne mich selbst in Gefahr zu bringen.
- Ich brauche keine Gebote bzw. Verbote, keinen Verhaltenskodex von Außen. Ich trage ihn dann in mir.
Die große Herausforderung war, aus den tausenden von Gesundheitsinformationen die für mich passenden Module herauszufinden, sie an mir auf Wirkung zu testen und in ein System zu integrieren. Ich habe festgestellt dass die Wirkung eines Systemes weitaus grösser ist als die Summe der Wirkung einzelner Komponenten.
Ein Beispiel: Wandern als einzelne Komponente ist gesund. Wandern stärkt den Kreislauf, den Bewegungsapparat und ist gut für die Seele. Nach einer Wanderung bin ich zwar gut ausbalanciert, werde es aber nicht schaffen meine Selbstheilungskräfte damit zu stärken. So wie mit dem Wandern verhält es sich auch mit vielen anderen Disziplinen wie z. B. der Ernährung, der Meditation usw. wenn sie isoliert angewendet werden. Jede Einzelne ist gesund aber eben nicht so effizient wie sie sein könnte.
Manche Leserin/Leser könnte meine Thesen, Behauptungen, Ansichten provokant empfinden. Ich möchte Niemanden der anders denkt/handelt/lebt ausgrenzen aber mitunter zum Nachdenken anregen.
Inhaltsverzeichnis
1. VORWORT
2. Unser Gesundheitszustand – Zahlen und Fakten
2.1 Die häufigste Todesursachen
2.2 Die Lebenserwartung
2.3 Body Mass Index (BMI)
2.4 Verteilung des Body Mass Index (BMI)
2.5 Körperliche Aktivität in der Freizeit
2.6 Das Phänomen „menschliches Versagen“
2.7 Was lerne ich aus diesen Statistiken?
3. Die asiatischen Kampfkünste und deren Bedeutung im Zusammenhang mit einem gesunden Leben
4. DER MENSCH
4.1 Der Körper
4.2 Die Meridiane
4.3 Das Ego
4.4 Die Chakren
4.5 Die Gene
4.6 Quantenphysik vs. Taoismus
4.7 Zusammenfassung
5. WAS IST GESUNDHEIT ?
5.1 Wann ist mein Körper gesund?
5.2 Wann ist mein Geist gesund?
5.3 Wann fühle ich mich gesund ?
5.4 Wann beginnt Krankheit ?
5.5 Die Lebenskraft
5.6 Die Magie der Harmonie
5.7 Zusammenfassung
6. DIE VIER SÄULEN MEINER GESUNDHEIT
6.1 Säule Ernährung
6.2 Säule Atmung
6.3 Säule Bewegung
6.3.1 Sport
6.3.1.1 Wie groß soll die Belastung beim Ausdauertraining sein ?
6.3.1.2 Wie groß soll die Belastung beim Gewichtstraining sein ?
6.3.2 Kinesiologie – die Lehre von der Bewegung
6.4 Säule Meditiation
6.5 Zusammenfassung
7. MEINE METHODEN DER GESUND-ERHALTUNG
7.1 Ernährung
7.1.1 Kochen nach den 5 Elementen
7.1.2 Kochen nach den Jahreszeiten
7.1.3 Tägliche Kontrolle
7.2 Atmung
7.2.1 Die Atmung bei der Zen Meditation
7.2.2 Atmung bei der Karate Kata Sanchin
7.3 Bewegung
7.3.1 Karate
7.3.1.1 Die Prinzipien des traditionellen Karatedo
7.3.1.2 Mein Training (Video)
7.3.2 Sypoba - System, Power in Balance
7.3.3 Bewegung – Balance – Übungen
7.3.4 Mudras die Gesundheit in unseren Händen
7.3.5 Der inneren Uhr folgen
7.4 Meditation
7.4.1 Zazen
7.4.2 Qi Gong
7.5 Schnittstelle zu meiner Religion
7.6 Zusammenfassung
8. CASE STUDIES
8.1 Umgang mit Stress
8.2 Bewältigung von Krankheiten
8.2.1 Bluthochdruck
8.2.2 Flüssigkeitsansammlung im Körper
8.2.3 Ängste
8.2.5 Rückenbeschwerden
8.2.6 Kniebeschwerden
8.2.7 Verdacht auf Herzinfarkt
9. Trainingsplan
9.1 Mein täglicher Trainingsplan
9.2 Trainingsplan für Einsteiger
10. Literaturhinweis
10.1 Komplementär Medizin
10.2 Philosophie
10.3 Kampfkunst
10.4 Sport
1.VORWORT
Wer will nicht gesund leben ?Jeder von uns wohl deshalb weil er weiß, Gesundheit kann das Wohlbefinden und die Lebensqualität erheblich steigern.
Wir können uns Gesundheit nicht kaufen. Wir haben aber die Möglichkeit uns Methoden anzueignen, die eine gesunde Lebensweise unterstützen und die Selbstheilungskräfte aktivieren. Gesundheit ist nicht nur Schicksal, sondern wir können – wenn wir den Willen haben – aktiv etwas dafür tun.
Mein Ziel ist kein quantitatives – so lange wie möglich zu leben - sondern vorrangig ein qualitatives – so lange ich lebe möglichst selbst bestimmt zu leben.
Die Gesundheit war mir in jungen Jahren schon besonders wichtig weil ich zu wenig davon hatte. Sehr früh habe ich erlebt, wie rasch unsere Wissenschaft Medizin an ihre Grenzen stoßen kann.
Ich kenne in unserem Kulturkreis keine brauchbare Literatur über ein gesundes sprich glückliches Leben. Unser Schulsystem dient ausschließlich der Anreicherung von Wissen. „Jeder muss das selbst für sich herausfinden“ höre ich oft oder „jeder muss seine Erfahrungen selbst sammeln“. Stimmt, aber mein Leben wäre wesentlich harmonischer verlaufen, hätte ich in jungen Jahren Zugriff auf brauchbare Informationen gehabt.
Von Geburt an litt ich an einem Rückenleiden. Dies bedeutete Schmerzen beim Gehen, Schmerzen beim Stehen, Schmerzen beim Sitzen. Während der Schulzeit war Lernen oft nur im Liegen möglich. Dazu kam Angst vor dunklen Räumen, Angst vor Prüfungen, Bluthochdruck und Probleme mit der Nasenatmung, chronische Stirnhöhlen-Entzündung. Die Ärzte waren rasch zur Hand beim Feststellen der Diagnosen. Auf meine Fragen nach dem Warum und was mache ich dagegen gab es keine Antworten.
Mit 18 Jahren wurde ich wegen meinem Rückenleiden Wehrdienst-untauglich erklärt. Bei der Bewerbung bei der Zentralsparkasse teilte man mir mit: „Wir nehmen nur gesunde Mitarbeiter auf.“
Der Rat der Fachärzte: „Herr Wallner entweder wir operieren an der Wirbelsäule – das ist ein hohes Risiko - oder sie versuchen ihr Problem mit Bewegung in den Griff zu bekommen“ - Mit welcher Bewegung ?
Mein Selbstwertgefühl und mein Selbstvertrauen war am Nullpunkt.
Kurze Zeit später habe ich meine Gesundheit in meine eigenen Hände genommen und zum meinem persönlichen Bildungsthema gemacht.
Das war die beste Entscheidung meines Lebens!
Je mehr ich mich mit dem Thema Gesundheit beschäftigt habe, umso mehr spürte ich den Zusammenhang zwischen gesund leben und richtig leben.
So entstand meine Chronologie vom „Militärdienst Untauglichen“ zum „Champion in der österr. Karate Szene“ und vom „Kranken“, den man bei der Zentralsparkasse nicht haben wollte zu „Europas Verkäufer Nummer Eins“ in einem weltweit agierenden US-Konzern.
Dieses Dokument ist eine Beschreibung meiner persönlichen Erfahrung mit Gesundheit und gesund leben. Ich schreibe über Dinge die ich selbst an mir positiv erprobt habe.Für mich ist unsere Schulmedizin die beste Wahl wenn es um sogenannte „Reparaturen“ geht und um „Schadensbegrenzungen“.
Die Traditionelle chinesische Medizin (TCM) hingegen ist für mich die beste Wahl wenn es darum geht ein gesundes Leben zu führen um Krankheiten vorzubeugen. TCM ist auch in Österreich ein Lehrfach an der Donau Universität in Krems wo Basiswissen vermittelt wird.
Bei meinen Recherchen in der Lehre von der Medizingeschichte habe ich erstaunlicherweise keinen Hinweis auf die über 2000 Jahre alte Geschichte der TCM gefunden.
„Die Wirkung von TCM ist deswegen so verblüffend, weil sich TCM aller Erkenntnisse der Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften bedient. Das gesammelte Wissen wurde in einem Buch, welches I-Ging genannt wird, niedergeschrieben. I-Ging existiert seit vielen tausend Jahren und hat nachweislich die Geschicke Gesamtchinas und die traditionelle chinesische Medizin entscheidend beeinflusst.“ Zitat von Dr. Theol. Richard Wilhelm
Bereits um 1650 hat der Jesuite und Naturwissenschaftler Philipe Couplet anlässlich seiner Studienreise in China Teile des I-Ging übersetzt und damit sehr viel einschlägiges Wissen nach Europa gebracht.
Gottfried Wilhelm Leibnitz konnte feststellen, dass das binäre System, welches er glaubte erfunden zu haben, bereits im I-Ging niedergeschrieben war. Sein weiteres Leben wurde durch die fernöstliche Philosophie (Confucius Sinicus Philosophus) sehr geprägt.
Erst jetzt, ca. 350 Jahre später, nähert sich unsere moderne Medizin zögerlich Erkenntnissen die ohnedies schon lange in fernöstlichen Wissenschaften bekannt sind. Näheres darüber schreibe ich im Kapitel 3.6 (Quantenphysik vs. Taoismus).
Immer öfter erscheint das Thema Gesundheit und Gesundheitsvorsorge in allen Medien. Man hat erkannt dass die klassische Medizin zu wenig Gesamthaft und viel zu viel „Technik getrieben“ agiert. Ich habe das Gefühl, im Mittelpunkt steht nicht der Mensch sondern das technisch Mögliche. Viel zu zögerlich reagiert unsere Schulmedizin auf Fakten wie z. B. auf den Placebo Effekt. Wir leben in einer Zeit des Gesundheitswahns und der Geschäfte-Macherei damit. Fitness-Zentren, Wellness-Zentren, Schönheites-Chirurgie, Zusatzernährung, Homöopathie, Bio-Resonanz, Energetik, Physio-Therapie,Yoga.....jeder Teilbereich möchte davon profitieren indem er uns Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensglück verspricht.
Ich zeige hier einen Weg der helfen soll die Übersicht zu verbessern und um Qualität von Scharlatanerie zu unterscheiden. Wer will kann daraus seinen eigenen Weg entwickeln oder ergänzen.
Gesundheit oder Krankheit sind nicht nur Schicksal. Wir können, wenn wir den Willen haben und uns Kenntnisse aneignen aktiv Einfluss nehmen.Wir gewinnen Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein, Lebensfreude und Lebensqualität.
Das Leben genießen können wir nur, wenn wir gesund sind. „Gesundheit ist nicht Alles, aber alles ist Nichts ohne Gesundheit.“ (Schopenhauer)
2. Unser Gesundheitszustand – Zahlen und Fakten
Die Gesundheit des Menschen ist laut Weltgesundheitsorganisation „ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen.“ „Health is a state of complete physical, mental and social well-being and not merely the absence of disease or infirmity.“)
Die häufigste Todesursachen
sind Herz-/Kreislauferkrankungen.
Die Lebenserwartung
bei Männern liegt bei 78,1 Jahren. Davon leben sie 60,3 Jahre ohne funktionale Beeinträchtigung bei den alltäglichen Arbeiten.
Body Mass Index (BMI)
Der Body-Mass-Index (BMI) ist definiert als das Körpergewicht (in Kilogramm) dividiert durch das Quadrat der Körpergröße (in Meter) und gilt als das beste indirekte Maß für die Körperfettmasse. Zur Bestimmung des Ausmaßes des Übergewichts bzw. der Adipositas gibt es eine auf dem BMI beruhende Klassifizierungstabelle der WHO (World Health Organisation). Diese Grenzen gelten seit 1998 und definieren einen BMI zwischen 18,5 und 24,9 als Normalgewicht, zwischen 25,0 und 29,9 als Übergewicht und einen BMI von 30,0 und mehr als Adipositas.
Verteilung des Body Mass Index (BMI)
nach Alter und Geschlecht im Vergleich der Jahre 1999 und 2006/07
Geschlecht, Alter
|
Untergewicht
|
Normalgewicht
|
Übergewicht
|
Adipositas
| ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
BMI<18,5
|
BMI 18,5-<25
|
BMI 25-<30
|
BMI 30 und mehr
| |||||
1999
|
2006/07
|
1999
|
2006/07
|
1999
|
2006/07
|
1999
|
2006/07
| |
Männer
| ||||||||
Insgesamt
|
0,9
|
0,6
|
35,6
|
41,6
|
54,4
|
44,9
|
9,1
|
12,8
|
20 bis 29 Jahre
|
1,5
|
0,7
|
52,2
|
69,5
|
42,4
|
24,0
|
3,9
|
5,7
|
30 bis 44 Jahre
|
0,7
|
0,5
|
38,5
|
44,6
|
53,4
|
44,0
|
7,4
|
10,8
|
45 bis 59 Jahre
|
0,6
|
0,4
|
26,6
|
30,2
|
59,9
|
52,2
|
12,9
|
17,2
|
60 bis 74 Jahre
|
0,7
|
0,5
|
25,7
|
28,1
|
60,1
|
52,9
|
13,5
|
18,6
|
75 Jahre und älter
|
1,8
|
2,4
|
35,4
|
37,9
|
56,1
|
51,5
|
6,7
|
8,1
|
Frauen
| ||||||||
Insgesamt
|
3,3
|
2,9
|
66,1
|
53,8
|
21,5
|
29,9
|
9,1
|
13,4
|
20 bis 29 Jahre
|
6,7
|
7,6
|
80,8
|
72,5
|
9,1
|
14,1
|
3,4
|
5,8
|
30 bis 44 Jahre
|
3,7
|
3,1
|
74,2
|
64,0
|
15,8
|
23,4
|
6,3
|
9,4
|
45 bis 59 Jahre
|
1,7
|
1,7
|
59,5
|
48,5
|
26,9
|
33,3
|
11,9
|
16,5
|
60 bis 74 Jahre
|
1,5
|
1,0
|
50,9
|
36,8
|
32,0
|
41,3
|
15,6
|
20,9
|
75 Jahre und älter
|
3,8
|
1,6
|
61,2
|
42,7
|
26,9
|
40,7
|
8,2
|
15,0
|
Körperliche Aktivität in der Freizeit
Regelmäßige Bewegung hilft, gesund zu bleiben. Für die meisten Menschen unserer Gesellschaft ist jedoch eine überwiegend sitzende Lebensweise typisch. Der damit verbundene Bewegungsmangel erhöht das Risiko von chronischen Erkrankungen wie Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes mellitus (Typ II), koronare Herzkrankheit, Osteoporose und Depression sowie bestimmter Krebsarten.
Körperliche Aktivität1) in %
|
Insgesamt
(15 Jahre und älter) |
15 - 29
Jahre |
30 - 44 Jahre
|
45 - 59
Jahre |
60 - 74
Jahre | |
|---|---|---|---|---|---|---|
Männer
| ||||||
aktiv
|
31,6
|
42,1
|
32,7
|
28,4
|
27,3
|
12,0
|
inaktiv
|
68,4
|
57,9
|
67,3
|
71,6
|
72,7
|
88,0
|
Frauen
| ||||||
aktiv
|
23,3
|
25,5
|
26,8
|
27,7
|
21,6
|
5,4
|
inaktiv
|
76,7
|
74,5
|
73,2
|
72,3
|
78,4
|
94,6
|
STATISTIK AUSTRIA, Gesundheitsbefragung 2006/07. Erstellt am: 23.10.2007.
1) Als körperlich "aktiv" eingestuft werden Personen, die an zumindest drei Tagen pro Woche durch Radfahren, schnelles Laufen oder Aerobic ins Schwitzen kommen. | ||||||
Das Phänomen „menschliches Versagen“
Immer dann, wenn ein Unglück passiert und die Experten kein technisches Gebrechen feststellen können, gilt als Erklärung: „Es war menschliches Versagen“
Mir war diese Erklärung immer zu wenig. Ich habe mich daher mit diesem Problem näher befasst. Auffällig ist, dass gut ausgebildete Menschen manchmal unerklärliche Fehlhandlungen setzen. Bei jenen Fällen,die mir persönlich bekannt sind handelt es sich durchaus um sogenannte Experten.
Ich bringe ein Beispiel von Vielen:
Ein mir persönlich bekannter sehr erfahrener Segler entscheidet sich bei Sturm mit seinem Schiff unter Motor eine mit Riffen durchsetzte enge Passage zu befahren. Sein Motor versagt und er setzt sein Schiff auf ein Riff.
Aus meiner Beobachtung haben alle beobachteten Fälle eines gemeinsam:
Die Personen befanden sich alle in einem schlechten Gesundheitszustand. Ihr Körper befand sich in einem permanenten Reparaturzustand. So etwas kostet sehr viel Energie. Dieses Energiemanko kann dann so weit führen, dass keine Energie mehr für richtige Entscheidungen vorhanden ist. Und das ist genau der Knackpunkt! Das heißt für mich: Körper und Geist sind untrennbar miteinander verbunden. Ich bin daher kein Befürworter folgender verbreiteten Ansicht: „Ich bin ein Verstandes-Mensch und mein Körper ist mir nicht so wichtig.“Was lerne ich aus diesen Statistiken?
- Die häufigsten Todesursachen sind Herz-/Kreislaufprobleme
- Über 50 % der Bevölkerung ist übergewichtig
- Im Schnitt leben wir 18 Jahre mit körperlichen Beeinträchtigungen
- 18 Jahre lang werden wir mit Chemie und Physik am Leben erhalten
- Körper und Geist sind untrennbar miteinander verbunden
18 Jahre ist eine lang Zeit.
Da lohnt es sich durch eine gesunde Lebensweise gegenzusteuern.
3. Die asiatischen Kampfkünste und deren Bedeutung im Zusammenhang mit einem gesunden Leben
Der Begriff Kampfkunst wird in unserem Kulturkreis oft falsch verstanden und wirkt auf viele Menschen sehr kriegerisch. Es ist mir daher wichtig speziell dazu Einiges ins rechte Licht zu rücken:
Solange es den Menschen gibt, gibt es auch Kriege und Auseinandersetzungen. Es hatten jene Menschen die besten Überlebenschancen, die in solchen Situationen höchste körperliche und geistige Leistung abrufen konnten. Dies ist nur bei vollkommener Gesundheit möglich, wenn sich Körper und Geist in einem optimalen Zustand befinden. Im asiatischen Raum waren es vor Jahrtausenden buddhistische Mönche, die sich wissenschaftlich mit dem Thema Kampfkunst und zwangsläufig mit der Gesundheit beschäftigt haben. Die Mönche waren Naturwissenschaftler, Philosophen, Psychologen, Mediziner, Astronomen usw. usf. Auf ihren langen und beschwerlichen Reisen die sie bei der Verbreitung ihres Glaubens auf sich nahmen, waren sie besonderen Gefahren ausgesetzt. Es gab Krankheiten, wilde Tiere und Wegelagerer. So haben die Mönche im Laufe der Zeit ein hohes Verständnis über die komplexen Abläufe im menschlichen Körper und dessen Abhängigkeit und Beziehung zum Universum durch Beobachtung und Erfahrung entwickelt.
Ein Zeugnis dessen, was möglich ist liefern die unglaublichen Leistungen der Shaolin Mönche.
Ich habe im Archiv des ZDF eine interessante Aufzeichnung gefunden. Der Film zeigt Shaolin Mönche. Das was sie tun ist mit freiem Auge nicht wahrnehmbar. Erst mit Hilfe einer Spezialkamera (2564 Bilder/sek) sind die Bewegungen erkennbar. „Es ist derzeit unserer westlichen Wissenschaft unerklärlich wie so etwas möglich ist.“ Prof. Dr. Dieter Hackfort (Prof. für Sportpsychologie. Hier ist der Link zum Video Schneller als das menschliche Auge
Das Studium der Kampfkünste hat in Asien auch heute noch einen hohen gesellschaftlichen Wert. Seit 1957 wird Karate an japanischen Universitäten unterrichtet.
Viele japanische Karate Legenden waren/sind Akademiker, haben an der weltweit bekannten Takushoku-Universität ihr Studium absolviert und später dort Karate gelehrt.
Ich habe Karate viele Jahre lang in Österreich bei traditionellen japanischen Lehrern gelernt. Danach war ich selbst aktiver Wettkämpfer und Lehrer in meiner eigenen Schule. Aus diesen Erfahrungen habe ich sehr viel für mein späteres Leben profitiert.
Soweit so gut. Ich glaube der Zusammenhang zwischen den Kampfkünsten und der Gesundheit ist somit hergestellt.
Gesundheit hat mit uns Menschen zu tun. Daher beginne ich beim Menschen
4. DER MENSCH
Wenn wir den Menschen in seiner Grundstruktur betrachten – auf der Ebene der Atome - dann sind wir alle gleich.
Elementverteilung im menschlichen Körper lt. Freie Universität Berlin
Element Gew.-% Atom-%
Sauerstoff (O) 56.1 25.5
Kohlenstoff (C) 28.0 9.5
Wasserstoff (H) 9.3 0.63
Stickstoff (N) 2.0 1.4
Calcium 1.5 0.31
Chlor (Cl) 1
Phosphor (P) 1
Kalium (K) 0.2
Magnesium (Mg) 0.01
Auf dieser Ebene unterscheiden wir uns daher nicht von der uns umgebenden Materie. Der Unterschied zwischen uns und einem Baum ist lediglich der dass wir Wahrnehmungen haben und der Baum nicht. Die modernen Evolutionstheorien besagen, dass sich unsere Grundstrukturen auf Energiezustände reduzieren, die einem permanenten Wechselspiel zwischen plus/minus bzw. magnetisch/antimagnetisch stehen.
Obwohl wir von unserem atomaren Aufbau gleich sind verläuft jedes Leben anders. Dies liegt auch daran dass jedes Lebewesen seine ureigenen und einmaligen Wahrnehmungen hat und auf seine Weise verarbeitet und speichert.
4.1 Der Körper
Unser Wissen über unseren Körper beschränkt sich oft auf die Kenntnis der Organe und des Blutkreislaufes. Also auf alles was wir sehen.
Leider beobachte ich allzu oft dass die Pflege unser Körpers beim Duschen und Zähne putzen endet. Ich höre oft:
„Na ja, wenn man älter wird, bekommt man halt einen Bauch, na und?“
Ich habe beobachtet, dass der Bauch nichts mit dem Lebensalter zu tun hat sondern er ist das Ergebnis mangelnder Körperpflege bzw. falscher Lebensweise. Der Bauch alleine wäre ja nicht so sehr das Problem sondern die Begleiterscheinungen: Kurzatmigkeit, Schwierigkeiten im Alltagsleben (beim Bücken, beim Aufstehen, beim Socken anziehen.....)
„Ich halte mich durch die Arbeit fit“
Diese Ansicht kann ich nicht teilen. Ich beobachte dass Menschen, die sich für die Arbeit nicht optimal konditioniert haben wesentlich anfälliger auf sogenannte Berufskrankheiten sind: Missmut, Depression, Burnout bei geistigen Berufen oder Bandscheibenvorfall, Leistenbruch, Nabelbruch... bei körperlicher Tätigkeit.
Der menschliche Körper ist mehr als nur Haut, Knochen und Muskeln, mehr als nur Materie. Er ist durchzogen von einer Vielzahl von Meridianen (Energiebahnen) und Chakren (Energiezentren). Er hat also eine energetische Struktur.
Ich beschreibe im Folgenden diese Struktur soweit sie für das Verständnis „Meiner 4 Säulen für ein gesundes Leben“ notwendig sind.
Für Diejenigen, die ein tieferes Verständnis über diese sehr komplexe Materie bekommen wollen empfehle ich Literatur von Hugo Tobar - Gründer der Neuroenergetischen Kinesiologie (NEK): Die energetische Struktur des Menschen4.2 Die Meridiane
Die Meridiane versorgen die Organe mit Lebensenergie (KI). An 365 Körperstellen treten die Meridiane in Form von Akupunkturpunkten an die Oberfläche und können dort behandelt werden. Die Akupressur ist ca. 3.000 v. Chr. Entstanden und kann ohne Weiteres selbst durchgeführt werden. Auf den Energieleitbahnen des Körpers, den so genannten Meridianen, liegen besonders sensible Punkte. Bei der Akupressur werden speziell diese Punkte behandelt, um Schmerzen zu lindern und Organfunktionen zu verbessern. Die Meridiane stehen in enger Beziehung zu den Kreisläufen des Blutes und der Lymphe. Diese drei Systeme beeinflussen einander. Es können durch die Anwendung einer bestimmten Massage- oder Berührungstechnik die genannten Systeme so stimuliert werden, dass der betreffende Muskel einen ihn stärkenden Impuls bekommt.
4.3 Das Ego
Eine brauchbare Definition des Ego finde ich von Eckhart Tolle (Forschung und Supervision an der Cambridge University)
„Das Ego ist die Summe aller Merkmale einer Person, aus denen der Verstand ein Selbst-Bild konstruiert. Identität entsteht, wenn eine Person sich mit spezifischen Merkmalen (Aussehen, beruflicher Status, Zugehörigkeit zu einer Nation oder Religionsgemeinschaft) identifiziert. Diese Merkmale sind gleichsam das Rohmaterial, das der Verstand zu einem kompakten Ego zusammenfügt.“
Das heißt unser Ego besteht aus dem was es haben will und aus dem wie es sich selbst empfindet und sieht. (David Precht).
Siegmund Freud spricht in diesem Zusammenhang in seinen metapsychologischen Schriften über das „Ich“ und das „Es“. Mit der Verteufelung des Begehrens bediente Sigmund Freud die Idee, dass man Affekte unterdrücken müsse. Dies lässt den Schluss zu dass der Mensch entweder durch seine Triebe gestraft ist oder durch dessen Unterdrückung. Psychisch gesunde Menschen waren unter dieser Voraussetzung eigentlich gar nicht möglich. (David Precht)
Ein Ansatz an dem ich arbeite ist jener, wo erst gar keine Begierden, Triebe oder böse Gedanken entstehen also wo es gar nicht notwendig ist etwas unterdrücken zu müssen. Dieser ein Leben andauernde Weg des täglichen Übens ist für mich weitaus spannender und zielführender als jener der „10 Gebote“.
Die traditionelle chinesische Medizin gibt uns dazu sehr schöne praktische Beispiele aber auch gleichzeitig Lösungen.
Ich nehme dafür beispielhaft ein Bild von Kim da Silva (Der inneren Uhr folgen).
Jemand arbeitet extrem viel im „Außen“ und vergisst dabei, auf seine innere Entwicklung durch Meditation, Tagesrückschau, Kontemplation etc. zu achten. „Außen“ bewegt sich immer mehr, „Innen“ kommt immer mehr zum Stillstand. Anlässlich des Ruhestandes wird dann plötzlich eine große innere Leere bemerkt.
Wenn Menschen in ihrem funktionellen Leben, zwar eine Struktur gefunden, aber ihr Inneres etwas vernachlässigt haben, dann kommt es spätestens beim Ausscheiden aus dem Berufsleben oft zu einer inneren Leere oder zu einer Art Verzweiflung. „Wenn ich nicht mehr arbeite, bin ich sowieso nutzlos“. In unserer Gesellschaft findet die Bahnung für die Förderung des Lebens im Alter zu wenig Beachtung. Erst an wenigen Unis wird das Studienfach Gerontologie angeboten.
Meine Definition:
Über das Ego definieren wir uns uns gegenüber und der Umwelt gegenüber. Mit unserer Vernunft und unseren Emotionen bauen wir dieses Ego zusammen. Wir definieren uns gerne über unseren Job, unser Wissen und unseren Besitz. Leider zu wenig über unsere ethischen Werte. Wir Menschen sind die einzigen Lebewesen, die das vor sich rechtfertigen müssen, was sie tun. Wir rechtfertigen uns zumeisst vor unserem Ego. Da genügt eine einfache Verschiebung von Werten und Normen, dann ist die Welt wieder für eine Weile in Ordnung. Ich höre oft: "Auch ein Finanzminister hinterzieht Steuern, na dann kann ich das ruhig auch machen". Diese heile Welt, die da aufgebaut wird ist trügerisch und nicht nachhaltig, denn die Verschiebung von Normen und Werten muss nicht nur vor uns selbst sondern auch vor unserer Umwelt gerechtfertigt werden (Eltern, Kinder, Partner, Chef, Kollegen, Freunde...) Jetzt wird,s ungleich schwieriger weil Energie für ein notwendiges Redesign unseres Egos aufgebracht werden muss. Als Lohn für diese Mühe wäre dann unser Wohlgefühl bedeutend nachhaltiger. Wir merken, dass sich uns unsere Umwelt positiv zuwendet.
Wenn Freud I-Ging gelesen hätte, dann hätte er gewusst, dass durch Meditation Affekte oder Triebe oder schlechte Angewohnheiten erst gar nicht zum Ausbruch kommen können, also nicht unterdrückt werden müssen.
In meiner Chronologie geht es auch um die Beantwortung der Frage: Wie kommen wir zum „richtigen Ego“?
Während sich die westliche Naturwissenschaft auf die Feststellung von Zuständen beschränkt bietet die fernöstliche Naturwissenschaft einen sehr klaren und positiven Weg an, wie man mit diesen obig beschriebenen Herausforderungen umgeht/Klarheit bekommt. Man spricht hier nicht vom Ego sondern von Chakren in denen unsere Bedürfnisse und Eigenschaften abgebildet sind. Und das ist der große Unterschied: Wir können lernen, auf diese Chakren mit unserem Willen positiven Einfluss zu nehmen.
4.4 Die Chakren
Chakren sind virtuelle Energiezentren in denen von der Aussenwelt mit bestimmten, in Kapitel 5 beschriebenen Methoden, Energie (KI) aufgenommen werden kann.Wo befinden sich die Chakren ?
Den Chakren werden unterschiedliche Qualitäten des menschlichen Lebens zugeordnet. Aus diesen Qualitäten, lassen sich wiederum positive und negative Ausdrucksformen ableiten. Hier die Aufzählung von oben nach unten:
- Wissen Kronen-Chakra
- Wahrnehmung Stirn-Chakra
- Ausdruck Hals-Chakra
- Beziehung, Liebe Herz-Chakra
- Wille, Macht Solarplexus-Chakra
- Sexualität, Gefühle Sakral-Chakra
- Überleben, Instinkte Wurzel-Chakra
Den Zustand unserer Energiezentren können wir anhand diverser Tests prüfen. Der Test von Dietrich Polenz erscheint mir besonders aussagekräftig.
Chakra Test von Dietrich Polenz ehemals NLP-Lehrtrainer und NLP-Lehrcoach sowie Heilpraktiker (Psychotherapie), BerlinMittels bestimmter Meditationstechniken können wir auf die Chakren Einfluss nehmen.
4.5 Die Gene
Die Gene bestehen aus einem Set von Energiezuständen in denen unsere Erbfaktoren hinterlegt sind. Die Genstruktur galt in unserer westlichen Medizin als in „Stein gemeisselt“.
“Eine neue Disziplin, die "Epigenetik", räumt mit alten Vorstellungen auf: Gene sind nicht starr, sondern ein Leben lang formbar. Wir selbst können sie durch den Lebensstil, etwa die Ernährung, an- oder ausschalten. Genetisch beeinflussten Krankheiten lässt sich so vorbeugen. Sogar über das eigene Leben hinaus: bei Kindern und Kindeskindern.“ Quelle GEO.de
Den Begriff Gene habe ich in der TCM nicht gefunden. Man spricht von „vorgeburtlicher Energie“. Jeder von uns bekommt sein persönliches „Set“ an Energie mit auf seinen Lebensweg. Der TCM-Experte kann beim Patienten Schwachstellen/Anfälligkeiten erkennen und in frühem Stadium entsprechende Selbstheilungskräfte aktivieren. In diese Richtung gehen auch jetzt, 2.000 Jahre später die Erkenntnisse der klassischen Medizin.
4.6 Quantenphysik vs. Taoismus
Traditionelle chinesische Medizin und die Philosophie des Taoismus sind untrennbar miteinander verbunden. Das Regelwerk des Universums bestimmt auch die Regeln unseres menschlichen Daseins. Welchen Gegensätze und welche Gemeinsamkeiten haben die Quantenphysik und der Taoismus?
Bereits um 1650 n. Ch. war dieses Wissen über Taoismus auch in Europa bekannt. Der Jesuit und Naturwissenschafler Philippe Couplet hat mit Hilfe des christianisierten chinesischen Philosophen Michael Fen Fu-Tsung die Lehren des Confuzius übersetzt. Daraus entstand das "Confucius Sinarum Philosophus".
"Confuzius Sinarum Philosophus" hat beispielsweise auch den deutschen Naturwissenschaftler Gottfried Wilhelm Leibnitz geprägt.
Ich zitiere Andreas Tenzer (Studium der Philosophie, Geschichte und Psychologie an der Universität Münster):
Wir verdanken der Quantenphysik den Beweis dafür, dass die Materie als kosmisches „Wirkprinzip“ ausgeschlossen werden kann. Damit sind die mechanistischen Welterklärungsversuche endgültig vom Tisch. So erfolgreich die Quantenphysik auch hinsichtlich der Beschreibung und Berechnung von Prozessen in der Natur ist, in philosophischer Hinsicht hat sie einen Erklärungsnotstand provoziert. Da nach Heisenbergs Unschärferelation, auch Unbestimmtheitsrelation genannt, das Verhalten von Elementarteilchen niemals exakt wird berechnet werden können, sondern immer nur wahrscheinliche Positionen angenommen werden können, sprechen führende Quantenphysiker davon, dass im mikrokosmischen Bereich der Zufall regiere.
Geht man jedoch davon aus, dass das universelle Schöpfungsprinzip geistiger Natur ist, dann bedeutet das Scheitern naturwissenschaftlicher Erklärungsmodelle nicht automatisch, dass dem Zufall Tür und Tor geöffnet sind. Wenn es Geist ist, was die Welt kreiert und dirigiert, dann steht das Wort Zufall nur für Phänomene, die sich nach uns unbekannten Gesetzmäßigkeiten ereignen.
Bereits vor rund 2500 Jahren hat Laotse die Meinung vertreten, dass das Tao weder erkennbar noch erklärbar sei, sondern dass lediglich seine Wirkungen wahrnehmbar und erfahrbar seien. Damit nimmt Laotse makrokosmisch eine Position ein, wie sie die Quantentheorie heute im mikrokosmischen Bereich vertritt. Beide Positionen sind insofern pragmatisch, als sie auf Erklärungen weitgehend verzichten, sich auf Beobachtung konzentrieren und ihr Augenmerk auf die praktischen Anwendungsmöglichkeiten richten, die sich daraus ergeben: die Quantenphysik im Dienste der Technik als Naturbeherrschung und Laotse hinsichtlich einer Lebensführung im Einklang mit dem universellen Weltgesetz (Tao).
Die Physiker haben herausgefunden dass Symmetrien die Grundbausteine der physikalischen Gesetze sind. Hier schließt sich der Kreis zum Daoismus.
In der Zen Meditation spielt der Zustand von Nichts eine wichtige Rolle. Das Nichts wird durch das Ausschalten der Gehirntätigkeit erreicht. In diesem Zustand herrscht vollkommene Harmonie (Symmetrie). In diesem Zustand erlangt der Meditierende die größte Fähigkeit zur „Einsicht“. Dieser Zustand wird auch als „Nicht Dual“ bezeichnet.
Auch in den Kampfkünsten ist der Zustand von Nichts von großer Bedeutung. Die japanische Bezeichnung ist „MU“ (die Absichtslosigkeit). In diesem Zustand fühlt der Kämpfer weder Angst noch Zorn und verfügt über die beste Handlungsfähigkeit.
Der Nobellpreisträger für Physik Frank Wilczek sagt, dass nichts symmeterischer ist als das Nichts. Das Nichts ist vollkommen symmetrisch. Er kommt damit dem Daoismus sehr nahe.
Im Taoismus spielt das CHI (die kosmische Kraft) eine zentrale Rolle. Heute hat die Quantenphysik erkannt, dass es im Atom einen Raum zwischen Kern und Elektronenhülle gibt, der mit Elementarteilchen gefüllt ist, die in ständiger Bewegung sind. Die dabei entstehenden wellenförmigen Energien sind so groß dass sie selbst im absoluten Nullpunkt (-272Grad) wo alles Andere still steht, noch tätig sind. Dem Physiker Prof. Harold Puthoff (Institute for Advanced Studies/Texas) dient dies als Erklärung für Phänomäne wie Telepathie, Vorahnung und Geistheilung. (Quelle P.M. 08/2012).
Schon Isaac Newton sprach von einer „spirituellen Substanz“ von der der allgegenwärtige Raum erfüllt ist.
4.7 Zusammenfassung
Die Quantenphysik hat erkannt: Die Grundstruktur des Menschen besteht aus Energiezuständen und geht in diesem Punkt mit der Dao Lehre konform.
Die Struktur dieser Energiezustände ändert sich permanent. Durch jeden unserer Gedanken oder durch Einflüsse von außen, die über unsere Sinnesorgane auf uns einwirken, ändert sich dieser Zustand. Genau hier liegt unsere Chance! Es besteht die Möglichkeit auf unsere Energiezustände willentlich einzuwirken.
Der Mensch besteht nicht nur aus dem Körper und nicht nur aus Materie sondern aus einer Vielzahl von weiteren Komponenten und Faktoren. Und dieses komplexe System muss gesund erhalten werden, damit es uns gut geht !Im Laufe der folgenden Kapitel werden wir Schritt für Schritt ein Gefühl darüber bekommen, wie das geht.
Aus dieser Sicht bekommt unser Leben eine ganz besondere Qualität !
Nach dieser eingehenden Vorbereitung kommen wir zum Kern der Sache.
5. WAS IST GESUNDHEIT ?
Wer von uns freut sich nicht, wenn bei der jährlichen Routineuntersuchung für „50Plus“ keine Krankheit gefunden wird ?
Gesund sein ist aber weit mehr als nicht krank sein !
Die TCM (traditionelle chinesische Medizin) unterscheidet zwischen der Gesundheit des Körpers und zwischen der Gesundheit des Geistes.
5.1 Wann ist mein Körper gesund?
Der Körper ist dann gesund wenn:
- alle Organe in Harmonie miteinander arbeiten
- alle Organe über die Kreisläufe (Blutkreislauf, Lymphsystem, Meridiane) mit Energie versorgt werden. Dies setzt voraus dass genügend Lebenskraft vorhanden ist.
5.2.Wann ist mein Geist gesund?
Der Geist ist dann gesund wenn Harmonie herrscht:
- zwischen meinem Verstand und meiner Emotion
- zwischen meinem Geist und meinem Körper
- zwischen meinem Geist und der mich umgebenden Umwelt
5.3 Wann fühle ich mich gesund ?
Ich fühle mich dann gesund, wenn ich meinen Körper und meinen Geist auf angenehme Art und Weise wahrnehmen kann und wenn ich mich in mir selbst gut fühle (ich fühle mich wohl in meiner Haut). Wenn ich Freude mit mir habe oder wenn ich mit mir Freundschaft schließen kann.5.4 Wann beginnt Krankheit ?
Nicht nur der Abruf einer Leistung sondern auch schon der Abruf einer Leistungs-bereitschaft erfordert eine entsprechende Konditionierung von unserem Körper und Geist. Sind diese dafür jeweils nicht entsprechend vorbereitet, dann besteht ein gesundheitliches Risiko. Dies äußert sich im ständigen „Dahingranteln“, „nicht gut drauf sein“ bis hin zu Wutausbrüchen und Depressionen bzw. Verletzungen an bestimmten Körperstellen. Im Extremfall kommt es zum Burnout oder Herzinfarkt bzw. Schlaganfall. Es wäre daher erstrebenswert immer bestmöglich konditioniert zu sein..
Krankheit beginnt also dann, wenn Disharmonien über einen längeren Zeitraum vorherrschen. Ist ein Organ unterversorgt, dann holt es sich vom logisch am nächsten liegenden Organ Energie und beeinflusst dieses negativ.
Krankheiten haben sehr oft eine geistige und körperliche Ursache.
Bricht eine Krankheit aus – sie ist sichtbar und messbar - dann kommen die Reparatur- und Schadensbegrenzungs-Mechanismen unserer Schulmedizin zum Einsatz.
5.5 Die Lebenskraft
Die Lebenskraft ist eine wichtige Voraussetzung für meine Gesundheit. Jeder von uns wird mit einem individuellen Kontingent an Lebenskraft geboren. Wenn sie verbraucht ist, dann sterben wir.Wir haben aber die Chance durch eine gesunde Lebensweise
- zusätzliche Lebenskraft zu generieren
- unnötigen Verbrauch an Lebenskraft zu vermeiden
Unsere Organe verbrauchen Lebensenergie, dies lässt sich nicht vermeiden. Es gibt aber sogenannte vermeidbare Energieräuber: Hass, Neid, Missgunst, Streit, Eifersucht, Eitelkeit, Machtstreben, Angst....falsche Ernährung, falsche Atmung, falsche Bewegung...
Wenn unsere Vernunft andere Wünsche äußert als unsere Emotion. Das erzeugt Unruhe und man spricht von einer kognitiven Dissonanz. Wir können diesen Zustand minimieren, sodass er immer seltener auftritt. Dies gelingt nur, wenn wir in der Lage sind auf unser SEIN zuzugreifen. Das ist nur in einem Zustand jenseits unseres Denkens möglich. Mehr darüber, wie man das üben kann ist in den Kapiteln 4 und 5 unter Meditation und Atmung beschrieben. 5.6 Die Magie der Harmonie
Die Harmonie in ihrer Gesamtheit betrachtet ist der Schlüssel für unser gesundes Leben. Gesundes Leben bedeutet zufrieden sein mit sich und seiner Umwelt.
Der Begriff Harmonie taucht in vielen Lebensbereichen auf. Harmonie in der Bewegung, Harmonie in einer Beziehung, Harmonie in einem Musikstück, Harmonie in der Naturlandschaft......
Harmonie im Sinne der Dao-Lehre bedeutet im Einklang mit dem Kosmos sein.
Auch griechische Philosophen wie Aristotiles, Epikurus und Platon geben der Harmonie eine wichtige Bedeutung für ein gutes – gesundes Leben. Sie erkennen damals schon die Wichtigkeit des Zusammenspiels – der Harmonie – zwischen unserer Emotion, unserem Willen und unserer Vernunft.
Ein gutes Leben sollte harmonisch, ausbalanciert und ausgeglichen sein wie der Himmel und das Universum (David Precht, Die Kunst keine Egoist zu sein)
Bezogen auf uns herrscht Harmonie in unserem Körper, wenn alle Organe gleichmäßig mit Energie versorgt werden. Was aber sorgt für Harmonie in unserem Geist ? Freundschaft, Liebe, Sanftmut, Hilfsbereitschaft, Glaube an eine Religion….
Harmonisch leben kann man lernen und es schließt sich somit der Kreis zu einem gesunden Leben.
5.7 Zusammenfassung
Unser Körper ist dann gesund wenn Harmonie herrscht.Krankheit beginnt schon lange bevor sie ausbricht. Immer dann wenn wir Disharmonie spüren.
Jede Krankheit (auch im Frühstadium) verbraucht vermehrt Lebensenergie.
In diesem frühen Stadium können wir selbst mit bestimmten Methoden die Harmonie oder Balance wieder herstellen.
Ist eine Krankheit ausgebrochen, dann muss schulmedizinisch behandelt werden.
Harmonisch leben ist erlernbar und trainierbar.
Aus dieser Fülle von Erkenntnissen habe ich durch Beobachtung und Erprobung jene Komponenten herausgearbeitet, auf die ich mit bestimmten Methoden positiven Einfluss nehmen kann.
6. DIE VIER SÄULEN MEINER GESUNDHEIT
6.1 Säule Ernährung
Aus klassischer und komplementär-medizinischer Sicht
Vernünftige Ernährung ist eine wichtige Voraussetzungen für ein gesundes Leben. Immerhin ist im Darm unser größtes Immunsystem installiert. So wie alle anderen Organe hat der Zustand unseres Darmes direkten Einfluss auf unsere Psyche.
An dieser Stelle möchte ich ein Beispiel geben, wie Erfahrungsmedizin funktioniert: Das „Loslassen“ bei der Ausscheidung steht in Zusammenhang mit dem geistigen Loslassen oder mit dem geistigen „Ausmisten“. Nur so kann der Geist frei für Neues werden. Ein gesunder Darm gibt uns den Antrieb sich für Neues zu interessieren, Neues anzunehmen und auch umzusetzen. Wir bekommen damit auch die Kraft diszipliniert zu leben. Denn Disziplin ist die Freiheit ein selbst-bestimmtes Leben zu führen und nicht in der Abhängigkeit von schlechten Angewohnheiten zu stehen.
Warum fühlen sich viele Menschen dann trotz gesunder Ernährung nicht wohl? Vollwertkost und unzählige Diäten haben das vermehrte Auftreten von Zivilisations-
krankheiten, z.B. Allergien, nicht verhindern können.
Ein Beispiel über die komplexe Wirkung von Vitaminen und sogenannten Nahrungsergänzungen soll zeigen dass dieses Thema in die Hände eines erfahrenen Mediziners gehört. Man sieht hier sehr schön, das Zusammenspiel zwischen Muskeln, Organen und Ernährung (aus Touch for Health von Dr. John F. Thie)
Muskel Organ Ernährung durch Supraspinatus Zentralmeridian Ribonukleinsäure
Teres major Gouverneurmeridian organisch gebundenes Jod
Pectoralis major clavicu. Magen Vitamin B-Komplex
Latissimus dorsi Milz Vitamin A und F
Subscapularis Herz Vitamin B Komplex, C u. E
Quadrizeps fermoris r. Dünndarm Vitamin B-Komplex, D
Peroneus Blase Vitamin B-Komplex, Calcium,
Psoas Niere Vitamin A, E, viel Wasser, Vermeiden von Kaffee
Glutaeus Medius Kreislauf Vitamin E
Teres Minor Pankreas Funktion organisch gebundenes Jod
Deltoideus anterieuer Galle Vitamin A, C, kein Fettes
Pectoralis major sternalis Leber Vitamin A, kein Fettes
Serratus anterior Lunge Vitamin C
Tensor fasciae latea Dickdarm Acidophilus-Bakterien, Vitamin D (Eisen)
Hier erkennen wir auch, dass das körperliche Training bestimmter Muskeln ebenfalls eine Auswirkung auf ganz bestimmte innere Organe hat.
Die Kunst liegt darin, das Richtige zur richtigen Zeit zu essen, denn nur so kann unser Körper Nahrung naturgemäß aufnehmen und verarbeiten.
Die Nahrung soll drei Grundanforderungen erfüllen:
- gut schmecken
- bekömmlich sein
- den Körper mit Energie versorgen
Säule Atmung
Das Atmen an sich ist eine derart automatische Funktion des Körpers, dass die meisten sich des Atmens gar nicht bewusst sind. Aber die Atmung erfolgt keineswegs nur automatisch. Das Atmen ist von inneren und äußeren Einflüssen abhängig. Bei Aufregung oder Angst atmen wir automatisch schneller, unregelmäßig oder flacher. Dies drückt sich auch in Sprichwörtern aus wie "es hat mir den Atem verschlagen" oder "da stockt mir vor Schreck der Atem".
Sind wir dagegen aber ausgeruht und entspannt, tief in Gedanken versunken und ausgeglichen, atmen wir automatisch langsamer und tiefer.
Die Atmung eines Menschen ist also eine Art Spiegelbild seiner Gemütsverfassung und erlaubt Rückschlüsse auf seinen seelischen Zustand. Deshalb kann bewusste Atemtechnik auch die Körperfunktionen und den seelischen Zustand positiv beeinflussen.
Gleichmäßiges Ein- und Ausatmen verhilft nicht nur allgemein zu mehr Konzentration, sondern stabilisiert das innere Gleichgewicht und ist einer der ersten Schritte zur sinnvollen, erfolgreichen Meditation.
Säule Bewegung
Sport
Jede Form der Bewegung führt Lebensenergie zu. Ein einfaches Beispiel: Wenn wir müde sind und uns doch zur Bewegung durchringen können, fühlen wir nach wenigen Minuten wie unserem Körper Energie zugeführt wird (unsere Lebensgeister geweckt werden). Das was wir normalerweise unter Bewegung verstehen (Sport) stärkt hauptsächlich unseren Körper, also das Materielle.
Ich richte bei meinem Training nach den Empfehlungen von Mag. Dr. Werner Schwarz (Sportwissenschaftler) http://www.meduniwien.ac.at/orgs/fileadmin/ULG-PH/pdf/Schwarz_Werner.pdf
Wie groß soll die Belastung beim Ausdauertraining sein ?
Für Anfänger (niedrige Ausdauerbelastung) gilt folgende Formel anhand eins Fallbeispieles:220 – 64 (mein Alter) – 48 (mein Ruhepuls) = 108 (meine Herzfrequenzreserve) * 60% = 65 + 48 (mein Ruhepuls) = 113 Pulsschläge
Für Trainierte (hohe Ausdauerbelastung) gilt folgende Formel anhand eins Fallbeispieles:
220 – 64 (mein Alter) – 48 (mein Ruhepuls) = 108 (meine Herzfrequenzreserve) * 80% = 86 + 48 (mein Ruhepuls) = 134 Pulsschläge
2 bis 3 Trainingseinheiten pro Woche jeweils 60 Minuten
Wie groß soll die Belastung beim Gewichtstraining sein ?
Für das Anfängertraining gilt folgende Formel:30 % bis 45 % von dem Gewicht, welches Du maximal ein Mal bewegen kannst.
Die Wiederholungszahl liegt bei 25 – 45.
Für das Fortgeschrittenen Training gilt folgende Formel:
60 % bis 80 % von dem Gewicht, welches Du maximal ein Mal bewegen kannst.
Die Wiederholungszahl liegt bei 8 – 20.
1- 2 Trainingseinheiten pro Woche jeweils 30 – 60 Minuten
Es gibt aber auch das Wissen über die Bewegung, die unseren Energiefluss optimiert:
die Kinesiologie.
Kinesiologie – die Lehre von der Bewegung
Die Kinesiologie ist die Lehre von der Bewegung und den Bewegungsabläufen. Das Wort leitet sich aus dem Griechischen ab: "kinesis" - Bewegung und "lógos" - Lehre, Wort. Wesentlich ist das Wissen um die Muskeln, wie man sie testet und ausbalanciert um das Gleichgewicht im Menschen wiederherzustellen.
Mit den Muskelfunktionstests ist es möglich über den Körper direkt zu erfahren, was ihm im Augenblick zu- oder abträglich ist. Mit einfachen Methoden wie zum Beispiel Klopfen, Reiben oder Halten von Akupunkturpunkten kann das physische, energetische und mentale Gleichgewicht eines Menschen wieder hergestellt werden.
Die Integration der Informationen, die die Muskeln über Körper und Geist liefern können, in die therapeutische Arbeit ist wichtiger Bestandteil der Angewandten Kinesiologie. Sie sieht das Lehren und Lernen aus einer neuen Perspektive.
Die Lehre der Kinesiologie basiert zum größten Teil auf "altem Wissen". Schon die Mayas verwendeten den Muskeltest um die Trinkbarkeit von Wasser festzustellen!
Dank George Goodheart wurde dieses Wissen wieder aufgegriffen und John F. Thie bereitete diese Informationen in den 60er Jahren mit "Touch for Health" (Gesund durch Berühren) für den Laien auf.
Die Edu-Kinesthetik entwickelte sich aus der Anwendung und Erforschung der Kinesiologie auf dem Gebiet der Erziehung durch Dr. Paul E. Dennison in einem Lernzentrum in Kalifornien.
"Kinesiologie ist für jeden Menschen erlern- und anwendbar. Wesentlicher, als der Besuch von Kursen allein, ist die praktische Umsetzung, das aktive Tun und Erfahren." "Das Studium der Kinesiologie besteht darin, dass wir Gelerntes zuallererst an uns selbst anwenden! In der Kinesiologie ist die Arbeit an und mit sich das Wichtigste. Die Praxis bringt´s, die Praxis macht den Meister!" (Kim da Silva)
"Hinter der Kinesiologie ist eine Philosophie. Der wahre Kern der Wissenschaft kann in seiner ganzen Tragweite erst erfahren werden, wenn wir sie zu einem Teil unseres Lebens werden lassen. Der Anwender muß in dieser Philosophie weiterwachsen und sich entwickeln. Wenn wir nur die Technik der Kinesiologie lernen, um sie an anderen anzuwenden, ist das nichts anderes als 'Heilmittelverordnung', und wir lernen nichts aus Imbalancen und Krankheiten." (Kim da Silva)
"Wir können zwar ohne Kinesiologie leben, aber mit Kinesiologie sind wir in der Lage, besser zu leben, da sie in allen Lebensbereichen anwendbar ist." (Kim da Silva)
Säule Meditiation
Veetman Masshöfer, Institut für individuelle spirituelle Therapie schreibt:
Die Auswirkungen regelmässiger Meditation können jeden Bereich unseres Lebens beeinflussen, mental, spirituell, physisch,unsere Beziehungen, unsere Einstellung zur Umgebung, und letztendlich lässt uns Meditation die wichtigste Frage beantworten, die wir im Leben haben: Wer bin ich?
Die tiefe Entspannung der Meditation ist nur die erste Phase, sie ist eine ruhevolle Wachheit, der Verstand ist ausgeruht,aber gleichzeitig wach und völlig lebendig.
Wenn wir regelmässig meditieren, verlieren wir unser Bedürfnis nach Suchtverhalten, schädlichen Essgewohnheiten, Rauchen, Alkoholmissbrauch, und wir bemerken, dass wir besser schlafen . Als Ergebnis der dynamischen Aktivitäten können wir unsere Arbeit effektiver gestalten, und weil wir uns in uns selbst gut fühlen, können wir auch bewusster und aufmerksamer mit anderen sein - unsere Beziehungen verbessern sich,und diese Aufzählung könnte immer weiter gehen.
Unsere innere Erfahrung von Wohlbefinden überträgt sich auf unsere Aktivitäten,Arbeit, unsere Gewohnheiten, Verhaltensweisen , Beziehungen.
Die Meditation ist ein wichtiges Instrument zur Gesunderhaltung des Geistes. ln der Meditation erreichen wir eine höhere Wahrnehmungsstufe des eigenen Ich. Energiezentren (Chakren) werden gestärkt und geöffnet damit die Energie in den Meridianen gleichmäßig fliessen kann.
Die Meditation schafft Klarheit in unserer Gedankenwelt und bringt Harmonie in unsere Emotionen.
Zusammenfassung
Nur wenn alle diese Säulen- Ernährung
- Atmung
- Bewegung
- Meditation
Punktuelle Aktivitäten - wie z. B. Ich ernähre mich gesund oder ich betreibe Sport - alleine genügen nicht.
So, die vier tragenden Säulen meiner Gesundheit sind jetzt bekannt. Aber wie kann ich darauf positiven Einfluss nehmen ? Eines sei vorweg gesagt, es funktioniert nur durch tägliches „Selbsterfahren“ und tägliches Tun= Erkenntnis.
MEINE METHODEN DER GESUND-ERHALTUNG
In diesem Kapitel beschreibe ich, welche Methoden ich bei Ernährung, Atmung, Bewegung und Meditation zur Gesunderhaltung anwende.
Ernährung
Vernünftige Ernährung ist eine der Voraussetzungen für ein gesundes Leben: das ist heutzutage schon fast zu einer allgemeinen Erkenntnis geworden.
Im Westen analysieren wir die Nähr- und Brennwerte, orientieren uns an Details und teilen die Nahrungsmittel nach Kohlenhydraten, Fetten, Vitaminen und Mineralstoffe ein. Die Nahrung dient vor allem zum Aufbau von in unserer Gesellschaft geforderten Leistungen.
Kochen nach den 5 Elementen
Meine Frau Erika und ich haben uns mit der Methode „Nach 5 Elementen kochen“ angefreundet. Das Motto dieser Methode hat uns von Anfang an imponiert: Die Nahrung muss schmecken, sie muss bekömmlich und leicht verdaubar sein und sie muss Energie spenden.Ernährung fängt beim Essen an. Die Haltung gegenüber dem Essen, der richtige Zeitpunkt und der Einklang mit sich selbst, was man in China das TAO der richtigen Ernährung nennt.
Die Harmonie und der Ausgleich stehen im Mittelpunkt des chinesischen Denkens. Nicht nur die Freude am Essen, sondern auch das Bewusstsein von dem, was man isst.
Fehlt es es an Verdauungsenergie, dann wird die Nahrung nicht gewandelt/verdaut werden können und damit nicht für sich selbst wertvoll gemacht werden können.
Die Erkenntnisse über die Wirkung der Geschmäcker entwickelten sich durch Beobachtung und Erfahrung. Die 5 Elemente sind keine festen Bestandteile sondern Eigenschaften der Natur. Sie beschreiben Abläufe wie das eine Element das andere hervorbringt. Werden u. Vergehen findet ununterbrochen statt.
- Wasser erzeugt Holz
(Bäume)
- Holz erzeugt Feuer
(Wärme)
- Feuer erzeugt Erde
(Asche)
- Erde erzeugt Metall
(Mineralien)
- Metall erzeugt Wasser
(Flüssigkeiten)
Der Kreislauf der Natur im Hervorbringen und Erzeugen ist auch der Kreislauf in der Ernährung. Die richtige Anwendung der Geschmacksrichtung bewirkt ein gutes "Nähren". Falsche Ernährung im Sinne der Überfütterung mit einer Geschmacksrichtung, erzeugt Ungleichgewicht.
- süß: erzeugt Feuchtigkeit (Schleim)
- scharf: erzeugt Trockenheit
- salzig: erzeugt Kälte
- sauer: erzeugt Säfte-Ansammlung
- bitter: erzeugt Hitze
Ich bringe hier ein Beispiel anhand der Funktionsweise von zwei Elementen:
- Wasser kann Feuer löschen.
- Feuer kann Wasser verdampfen.
So wie z. B. Feuer und Wasser sich verhalten, so verhalten sich auch unsere Körpersäfte und Organfunktionen zueinander. An diesem Beispiel erkennen wir, wie wichtig eine innere Ausgewogenheit ist.
Im Folgenden dazu einige praktische Kochanleitungen:
Kochen nach den Jahreszeiten
In Mitteleuropa dürfen wir den Wechsel der Jahreszeiten erfahren, der den Rhythmus des Lebens besonders deutlich macht. Nichts steht, Leben bedeutet Bewegung. So hat auch jede Jahreszeit ihre spezielle Energie. Lebt der Mensch mit diesem Wechsel, fördert er automatisch seine Gesundheit. Im Winter etwas zurückschalten und länger schlafen unterstützt somit das Yin, das die Basis für die aufstrebende Kraft im Frühling darstellt. Verausgaben wir uns im Winter, holt uns die Frühjahrsmüdigkeit mit besonderer Stärke ein.
Mit der Ernährung kann man ebenfalls den natürlichen Wechsel unterstützen und im Rhythmus des Lebens mitschwingen. Es gilt einerseits den Körper im Sinne des Wandels aufzubauen und gleichzeitig die negativen Effekte auszugleichen.
Frühling
In dieser Zeit streben die Kräfte nach oben, wie das junge Grün, das aus der Erde schießt und sich Raum schafft. Jetzt ist die richtige Zeit um diese Energien zu unterstützen, was vor allem durch leichte Gerichte aus saftigem Gemüse und Getreide erreicht werden kann. Es ist die Zeit zu entgiften und zu entschlacken, um nach den schweren Winterspeisen beweglich und flexibel zu werden. Leichtigkeit im körperlichen und Ausdehnung im mentalen Bereich werden am Besten durch viel saftig/erfrischend –grün unterstützt.
Die Chinesen sagen, dass der Frühling die Zeit von Qi und Wind ist. Besonders jetzt muss man also darauf achten, dass genügend Säfte aus der Nahrung gewonnen werden, da der Wind bereits eine austrocknende Wirkung hat.
Brennesselkuren und die berühmte Gründonnerstagssuppe, aber auch die yinisierende Zubereitung von Speisen sind hierbei sehr hilfreich. Das bedeutet beispielsweise anstatt großer Fleischstücke ab zu braten, das Fleisch klein zu schneiden, was es leichter bekömmlich macht. Gemüse kann in wenig Wasser gedünstet werden und sollte noch knackig mit einem Schuss hochwertigem Öl genossen werden, anstatt es lange zu kochen oder im Rohr zu garen.
Obst (das säuerlich schmeckt) in Wasser gedünstet eignet sich besonders um Säfte aufzubauen und ist ebenfalls leichter verdaulich als rohes Obst. Frische Kräuter helfen ebenfalls mit, Leber und Gallenblase zu stärken.
Die Chinesen sagen, dass der Frühling die Zeit von Qi und Wind ist. Besonders jetzt muss man also darauf achten, dass genügend Säfte aus der Nahrung gewonnen werden, da der Wind bereits eine austrocknende Wirkung hat.
Brennesselkuren und die berühmte Gründonnerstagssuppe, aber auch die yinisierende Zubereitung von Speisen sind hierbei sehr hilfreich. Das bedeutet beispielsweise anstatt großer Fleischstücke ab zu braten, das Fleisch klein zu schneiden, was es leichter bekömmlich macht. Gemüse kann in wenig Wasser gedünstet werden und sollte noch knackig mit einem Schuss hochwertigem Öl genossen werden, anstatt es lange zu kochen oder im Rohr zu garen.
Obst (das säuerlich schmeckt) in Wasser gedünstet eignet sich besonders um Säfte aufzubauen und ist ebenfalls leichter verdaulich als rohes Obst. Frische Kräuter helfen ebenfalls mit, Leber und Gallenblase zu stärken.
Sommer
Der Sommer ist die Zeit der großen Hitze, die Hoch-Zeit des Jahres. Da der Herz- Kaiser besonders unter Hitze leidet, muss darauf geachtet werden, dass die Ernährung der Befeuchtung und Erfrischung des Herzens dient. „Der bittere Geschmack reist zum Herzen“ sagen die Chinesen, was bedeutet, dass alles Bittere dieses Organ direkt beeinflusst. Bitter warme Gerichte wie Lamm in Rotwein wärmen das Herz und sind im Sommer, ebenso wie häufiges Grillen nicht vorteilhaft.
Bittere Salate sind erfrischend und schützen so vor der Hitze, bauen Säfte auf und leiten unerwünschte Feuchtigkeit aus. Auch jetzt gilt es yinisierende Kochmethoden zu verwenden.
Der Sommer ist also die Zeit, in der man sein Herz besser stärken kann als sonst im Laufe des Jahres, allerdings gilt auch das Gegenteil, darum muss man jetzt besonders auf frische Kost achten.
Zu kalte Speisen, wie Eis kühlen jedoch den Körper zu sehr, der Unterschied zwischen der äußerlichen Hitze und der inneren Kälte kann zu einem Schock führen. Gerade im Sommer muss man also darauf achten, nicht zu kalt zu essen.
Bittere Salate sind erfrischend und schützen so vor der Hitze, bauen Säfte auf und leiten unerwünschte Feuchtigkeit aus. Auch jetzt gilt es yinisierende Kochmethoden zu verwenden.
Der Sommer ist also die Zeit, in der man sein Herz besser stärken kann als sonst im Laufe des Jahres, allerdings gilt auch das Gegenteil, darum muss man jetzt besonders auf frische Kost achten.
Zu kalte Speisen, wie Eis kühlen jedoch den Körper zu sehr, der Unterschied zwischen der äußerlichen Hitze und der inneren Kälte kann zu einem Schock führen. Gerade im Sommer muss man also darauf achten, nicht zu kalt zu essen.
Herbst
Im Herbst herrscht Trockenheit vor, die vor allem für Lunge und Dickdarm zu einem Problem werden kann, wenn man nicht darauf achtet, mit der Nahrung genug Säfte aufzubauen. Weiße Gemüse und Getreide wie Reis, Rettich und Zwiebel (scharf- erfrischend) erfüllen diesen Zweck besonders gut und stärken nebenbei die Abwehr.
Der Herbst ist die Zeit, in der sich die Energien wieder langsam nach innen ziehen, und wir uns auf den Winter vorbereiten können. Die zunehmende äußere Kälte verlangt es, wieder nährende Speisen zu sich zu nehmen. Suppen und länger gekochte Eintöpfe in Kombination mit erfrischenden Zutaten wie Sprossen sind jetzt hilfreich.
Der Herbst ist die Zeit, in der sich die Energien wieder langsam nach innen ziehen, und wir uns auf den Winter vorbereiten können. Die zunehmende äußere Kälte verlangt es, wieder nährende Speisen zu sich zu nehmen. Suppen und länger gekochte Eintöpfe in Kombination mit erfrischenden Zutaten wie Sprossen sind jetzt hilfreich.
Winter
Während der großen Kälte sind Eintöpfe mit Wintergemüse wie Kraut und Kohl sowie Hülsenfrüchte, aber auch Fleisch genau das richtige. Erwärmende, lang gekochte Mahlzeiten schützen am besten vor dem Wetter.
Die Energien ziehen sich tief in die Erde zurück, und auch beim Menschen ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um in die Tiefe zu schürfen. Auf emotionaler Ebene ist es die Ruhe, die es ermöglicht, dass wir über uns selbst nachdenken, bevor wir im Frühling mit neuen Kräften ins neue Jahr starten und vielleicht eine neue Richtung einschlagen.
Auf körperlicher Ebene können wir jetzt die Knochen stärken. Suppen mit Meeresalgen mineralisieren die Knochen. Nüsse, vor allem Walnüsse dürfen jetzt häufiger verzehrt werden.
Auch im Winter muss man darauf achten, dass man im Gleichgewicht bleibt und sollte nicht auf frische Kost verzichten. Auf der Fensterbank gezogene Kresse und Sprossen, sowie Wintersalate, aber auch Sauerkraut können hierfür dienlich sein.
Die Energien ziehen sich tief in die Erde zurück, und auch beim Menschen ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um in die Tiefe zu schürfen. Auf emotionaler Ebene ist es die Ruhe, die es ermöglicht, dass wir über uns selbst nachdenken, bevor wir im Frühling mit neuen Kräften ins neue Jahr starten und vielleicht eine neue Richtung einschlagen.
Auf körperlicher Ebene können wir jetzt die Knochen stärken. Suppen mit Meeresalgen mineralisieren die Knochen. Nüsse, vor allem Walnüsse dürfen jetzt häufiger verzehrt werden.
Auch im Winter muss man darauf achten, dass man im Gleichgewicht bleibt und sollte nicht auf frische Kost verzichten. Auf der Fensterbank gezogene Kresse und Sprossen, sowie Wintersalate, aber auch Sauerkraut können hierfür dienlich sein.
Tägliche Kontrolle
Einfache Kontrollen ermöglichen einen täglichen Schnelltest ob die Ernährung passt:
Sichtkontrolle, Geruchskontrolle.
Stuhl ist das Endprodukt der Verdauung. Er besteht aus den Dingen der Nahrung, die wir nicht verdaut und aufgenommen haben, aus Verdauungssäften und Darmschleimhautzellen und zu einem großen Teil (etwa 50%) aus Bakterien.
Der Stuhl sollte grossvolumig sein, nicht schmieren und nicht allzu übel riechen.
An der Universität in Bristol wurde 1990 eine Klassifizierung vorgenommen: die Bristol Stool Scale.
Tägliche Kontrolle des Harns: Der Harn sollte hell sein und nicht allzu übel riechen.
Auch beim Gesunden kann die Harnfarbe beträchtlich variieren. Abgesehen von der Aufnahme bestimmter Nahrungsmittel wird das vor allem durch die unterschiedliche Flüssigkeitsaufnahme oder einen außergewöhnlichen Flüssigkeitsverlust verursacht:
- Nehmen wir viel Flüssigkeit zu uns, dann wird der Harn relativ dünn sein und seine Farbe wird fast wasserhell oder blassgelb sein.
- Nehmen wir wenig Flüssigkeit zu uns oder verlieren wir viel Flüssigkeit (Durchfälle, Schwitzen z.B. bei sportlicher Betätigung), dann muss der Körper Wasser sparen und wird nur sehr wenig Harn ausscheiden. Der Harn ist dann sehr konzentriert.
Atmung
Die Atmung ist nicht nur dazu da, um unseren Körper mit Sauerstoff zu versorgen. Die Atmung ist auch ein wesentlicher Bestandteil zur Gesunderhaltung des Geistes. Bei sportlicher Betätigung nimmt sich unser Körper automatisch die Atemluft, die er braucht. Noch effizienter ist es jedoch, wenn wir die Atmung speziell trainieren. Ich trainiere die Atmung regelmäßig während der Zen-Meditation und bei meinen Karate Übungen. Da der Begriff Atmung sehr komplex ist, möchte ich ausführlicher darüber schreiben.
Die Atmung bei der Zen Meditation
Nach Überlieferung von Dr. Mikao Usui
Die Technik des Za-Zen
Man sitzt mit gekreuzten Beinen, die Knie drücken gegen den Boden, wobei das Gesäß auf einem etwa 15 bis 20 Zentimeter dicken Kissen ruht. Der Rücken ist kerzengerade, das Kinn leicht zurückgezogen. Den Blick läßt man etwa einen Meter vor sich auf dem Boden ruhen. Die linke Hand ruht in der rechten Hand unterhalb des Bauchnabels, so daß die Handkanten den Unterbauch berühren. Die Atmung ist ruhig, man läßt sie strömen, ohne sie zurückzuhalten. Man konzentriert sich lediglich auf die korrekte Sitzhaltung und darauf, die Atmung bis zu maximaler Tiefe langsam und durch die Nase durchzuführen. Die Einatmung ist tief, aber schneller als die Ausatmung. Wie Wolken läßt man dann die Gedanken vorbeifliegen, bis sich der Himmel mehr und mehr aufklart und Gedanken und Sorgen uns nicht mehr beherrschen.
Diese Gefühle der Losgelöstseins und der unbeschränkten Freiheit verleihen nach und nach ein neues Lebensgefühl und ein neues, gelasseneres Umgehen mit dem Tag und dem Augenblick.
Diese Gefühle der Losgelöstseins und der unbeschränkten Freiheit verleihen nach und nach ein neues Lebensgefühl und ein neues, gelasseneres Umgehen mit dem Tag und dem Augenblick.
Die richtige Bauchatmung:
Stell dir deinen Unterbauch wie einen Luftballon vor... wenn die Luft einströmt dehnt er sich aus, und wenn sie wieder ausströmt wird der Ballon wieder kleiner. Beim Bauch dasselbe: Beim Einatmen dehnt sich der Unterbauch ganz leicht nach außen – beim Ausatmen bewegt sich der Unterbauch wieder in Richtung Wirbelsäule zurück. Atme dabei ganz normal und natürlich – und nicht irgendwie besonders vertieft, denn soll bewusst keine Yoga- oder sonst wie geartete Atemübung sein !
Die richtige Geisteshaltung:
Zunächst einfach nur die Atemzüge zählen... z.B. Einatmen... 1; Ausatmen... 2; Einatmen... 3... und das Ganze immer nur bis 10 (WICHTIG) ! Der Zweck dieser Übung ist das Zentrieren in der Gegenwart, im Hier und Jetzt. Denn wenn du den Atem AUFMERKSAM beobachtest, befindest du dich garantiert in der Gegenwart, weil die Atmung nämlich immer gegenwärtig ist.
Atmung bei der Karate Kata Sanchin
Während der Kata Sanchin atmet man sehr tief um die Sauerstoffzufuhr in den Körper und zum Gehirn zu erhöhen. Dadurch wird das Gehirn und das Nervensystem besonderes aufmerksam und wach. Dieses erhöhte Bewusstsein erlaubt es dem Schüler seine Konzentration, Kraft und den Fokus bei der Ausführung einer Technik zu verbessern. Diese Art des Atmens stimuliert das Zwerchfell, das dadurch noch effizienter arbeiten kann. Sie hilft auch dabei den Magen, die Leber, die Bauchspeicheldrüse, die Nieren und den Darm zu aktivieren und werden so massiert, stärker und gesünder. Während Sanchin werden die Muskeln des ganzen Körpers unter einer ständigen Spannung gehalten und werden dadurch extrem gedehnt. Diese Kombination verleiht einem das Gefühl einer enormen Kraft. Nach dem Training fühlt man sich sehr gut, was wiederum ein sehr gutes Anzeichen dafür ist wie gut einem dieses Training tut. Man fühlt sich frisch und kräftig. Wenn man Sanchin ständig wiederholt entwickelt sich eine Koordination zwischen der Atmung und den Bewegungen.Ich zeige einen kurzen Ausschnitt aus so einer Übung.
Diese Atemtechnik stellt hohe mentale Anforderungen an den Praktizierenden. Auf der folgenden Seite finden wir eine schematische Darstellung der verschiedenen Übungen. Wir sehen wie der Atem beim Ein- und Ausatmen durch den Körper strömt. Für ein besseres Verständnis sehen wir auf der folgenden Seite eine bildhafte Darstellung
Bewegung
Bei der Bewegung ist es sehr wichtig, den gesamten Körper zu bewegen und dadurch zu trainieren. Einseitiges Training wie z. B. nur laufen, nur wandern, nur Radfahren nur mit Hanteln trainieren usw. führt zu einseitiger Belastung bzw. einseitiger Ausprägung von Körperpartien und ist der Gesundheit nicht wirklich dienlich.Ich bewege mich daher möglichst vielseitig: Wandern, Radfahren, Schifahren, Training mit Hanteln...
Es gibt vom Land NÖ eine ausgezeichnete Broschüre: „Besser bewegen“ www.noetutgut.at Hier der „Einsteiger“ und der „Fortgeschrittene“ wirklich alles zum Thema Gesundheit & Bewegung.
In meinem Fitness-Studio verwende ich einfache Kettler-Geräte und selbst „Entwickeltes“. Hier trainiere ich Kraft, Gleichgewicht und das Herz-/Kreislauf-System.
Mein privates Fitness-Studio
Karate
Karate ist der zentrale Baustein meines Trainings. Ich kenne keine andere Sportart, die so umfassend das Thema „Gesundheit von Körper und Geist“ abdeckt.Staatsmeisterschaft Linz, 1976 – ich bin im Bild links
Da bei uns die Information über diese Kampf-Kunst sehr oft falsch dargestellt wird, ist es mir sehr wichtig mit tiefergehenden Informationen aufklärend zu wirken.
Die Prinzipien des traditionellen Karatedo
Quelle O.A Dr. Markus Baumgartner, Orthopäde Wr. Neustadt gibt hier eine sehr umfassende Beschreibung:
Traditionelles Karate ist eine Kampfkunst, die weder in der Technik (Kata) noch in deren Anwendung (Kumite) von Muskelkraft oder besonderen physischen Fähigkeiten abhängig ist. Ja es ist sogar in weiterer Folge die Kunst das bewußte Einsetzen der Muskelkraft aufzugeben. Im Mittelpunkt des Karatestudiums steht das Erlernen der Prinzipien der Körperbewegung. Es geht darum zu verstehen wie der menschliche Körper und ganz im besonderen unser eigener Körper funktioniert. Erst durch das Verstehen der Biomechanik können wir verstehen lernen wie die einzelnen Karatetechniken funktionieren. Da wir uns am Anfang auf das Erlernen der korrekten Form beschränken müssen, ist es um so wichtiger, vor allem für den Fortgeschrittenen, zu verstehen, daß die Form an sich unwichtig ist. Ihr einziger Sinn ist es zu zeigen, wie wir die Karatetechnik an unseren Körper, je nach unseren physischen Möglichkeiten, anpassen können. Das ist gut so, solange man die Technik nach den richtigen Prinzipien durchführt. Deshalb steht wie oben angeführt im Mittelpunkt des Karatestudiums das Erlernen der Prinzipien der Körperbewegung und nicht das Erlernen der Form der Technik.
Nachdem wir die Form und ihre Prinzipien gemeistert haben, müssen wir folglich die Form aufgeben bzw. frei von dieser Form werden, jedoch ohne ihre Prinzipien zu verletzen. Dies betrifft nicht nur die Karatetechnik sondern alle Dingen die wir tun. Nehmen wir als Beispiel das Element Wasser. Wasser ist formlos, gestaltlos und doch kann es jede Form annehmen die erforderlich ist und dabei folgt es immer seinen eigenen Prinzipien. Füllt man Wasser in eine Flasche, dann wird es zur Flasche, füllt man es in eine Tasse, dann wird es zur Tasse. Wasser kann ruhig dahinfließen oder es kann auf uns herabstürzen. Genauso verhält es sich mit der Karatetechnik.
Wir müssen weiters nicht nur lernen die Form aufzugeben, sondern vielmehr uns selbst aufzugeben um in der realen Konfrontation dem Gegner ohne zu zögern folgen zu können. Zögern als ein Zeichen von Unsicherheit, Angst, mangelndem Selbstvertrauen oder was auch immer ist das Resultat einer inneren Blockade. Im Falle der Unsicherheit ist sehr häufig, mangelndes Vertrauen in die eigene Technik oder in das eigene Timing die Ursache. Angst vor dem Gegner, weil er größer, kräftiger, schneller oder scheinbar besser ist als wir selbst. Angst davor getroffen, verletzt und dadurch gedemütigt zu werden. All diese Gedanken, Gefühle und Ängste hindern uns daran in der Situation der Entscheidung frei handeln zu können. All diese Emotionen sind Ursache dafür, daß genau in jenem Moment in dem unser Geist frei von Zwängen sein soll, wir daran gehindert werden, daß unser gesamtes Wesen ungeteilt an einer Aktion teilnimmt oder besser Teil dieser Aktion wird. Daraus resultiert ein Zögern, das uns daran hindert mit dem Gegner eins zu werden. Wie jedoch können wir mit dieser Problematik umgehen? Wenn es uns gelingt uns von dem Gedanken des "gewinnen wollens" oder "besser als der Andere zu sein" frei zu machen, wenn es uns gelingt unsere Fehler zu akzeptieren und diese als wichtige Schritte der Weiterentwicklung anzusehen, dann wird unser ganzes Wesen Teil der Aktion und nichts an Energie und Geist wird zurückgehalten.
Mit anderen Worten: "Unsere Gedanken sollen unserem Handeln nicht störend dazwischen kommen".
Wenn wir aufhören ständig unseren Gegner kontrollieren zu wollen, wird es einfacher ihn zu kontrollieren, da in den meisten Fällen das Resultat dieses Verlangens die Verkrampfung des Körpers und die Konzentration des Geistes auf das jeweilige Bedürfnis ist. Unser Körper wird schwer und behäbig und unsere Gedanken haften fest. Dann ist nichts was wir machen frei von inneren Zwang, denn wir treten mit uns selbst immer in einen inneren Konflikt.
Diese Thematik zu verstehen ist anfangs nicht leicht, denn jeder versucht die Technik sehr stark durchzuführen und hier wird auf einmal angeführt, daß wir aufhören müssen immer das Gewinnen im Auge zu haben und daß wir uns selbst aufgeben müssen. Die Bedeutung liegt darin, nicht an das Resultat zu denken, sondern an den Prozeß an sich zu achten, zu üben um des Übens Willen und nicht um ein ultimatives Ziel zu erreichen.
Nishiyama Seinsei sagt, daß drei Dinge im traditionellen Karate am wichtigsten sind: die Augen, die Füße und die innere Stärke. Was auch immer die Augen sehen, die Füße sollten es simultan in Aktion umsetzen, ohne daß dabei Gedanken, Ängste oder Zweifel dazwischen treten. Dafür brauchen wir aber innere Stärke, die es uns ermöglicht ohne inneren Konflikt unserem Gefühl zu folgen. Wie jedoch erlangt man innere Stärke, Selbstvertrauen und Ausgeglichenheit in der Situation der Gefahr? Der einzige und alleinige Weg ist das Training und die Konfrontation mit dem Gegner (Partner). Doch Training ist nicht gleich Training. Wir werden uns nicht verbessern, wenn wir uns nicht in jedem Augenblick klar darüber sind, daß jeder Bewegung im Karate die Entscheidung über Leben und Tod inne wohnt. Mit dieser Einstellung jedoch wird es gelingen uns selbst an die Grenzen der mentalen und auch körperlichen Belastbarkeit zu treiben.
Beides, die gute Technik und die Funktion der Technik, hängt ab von dieser Einstellung und dem daraus resultierenden Geist.
In einer Karatetechnik muß sich der Körper als Einheit bewegen. Es gibt niemals eine Aktion eines einzelnen Gliedes, denn wenn sich ein Teil des Körpers unterschiedlich zum restlichen Körper bewegt, wird das Moment des gesamten Körpers zerstört.
Wir sagen, daß die Energie von innen nach außen dringt oder vom Zentrum des Körpers (tan den) zu den Gliedmaßen.
All die Überlegungen über Körperdynamik, Muskelaktion, Atmung, Geist etc. dienen letzt endlich nur einer Idee, die im Karate von großer Bedeutung ist. "Eine einzige Chance entscheidet über Sieg oder Niederlage, Leben oder Tod" und genau das ist der Grund und die Bedeutung von "todome" (finishing blow - die eine alles entscheidende Technik). Nur deshalb legen wir so viel Wert auf Kime-waza, was soviel bedeutet, daß die gesamte Energie im Moment des Auftreffens in den Gegner geschickt werden muß. Kime bedeutet, daß sowohl unser Körper und unser Geist das Ziel trifft. Alle Körperteile sind im Moment des Treffens miteinander verbunden, nichts darf an Energie zurückweichen oder verloren gehen. Somit bedeutet Kime, daß Geist und Körper untrennbar miteinander verbunden sind.
Je lockerer und entspannter wir in der Bewegung sind, desto größer ist das Potential der Spannung beim Kontakt. Entspannt bedeutet in diesem Zusammenhang den richtigen Grad der Anspannung um eine Aktivität durchführen zu können. Je mehr Spannung wir im Moment des Treffens haben, desto mehr potentielle Energie werden wir für die nächste Bewegung haben. Daraus ergibt sich, daß die Karatetechnik kontinuierlich ist. Das Ende der einen Technik ist der unmittelbare Anfang der nächsten Technik und darf keine neuerliche Vorbereitung erfordern (Driving).
Die Augen bringen und positionieren den Körper in die jeweilig nächste Richtung. Die Vorstellung, daß die Technik vom Unterbauch ausgeht und die Bewegung der Augen simultan dazu geschieht führt den Körper von einer Bewegung in die nächste. Die Atmung folgt der Vorstellung (Gedanken) und der Körper folgt der Atmung. Deshalb, wenn wir über die Fortsetzung (Continuation) der Technik in der Form oder der Anwendung sprechen, meinen wir beides, sowohl die körperliche als auch die mentale Fortsetzung der Atmung, die sich förmlich mit den Füßen verbindet, um eine sanfte Verbindung zwischen den Techniken zu schaffen. Wir können aber nicht davon sprechen sanft oder entspannt in der Bewegung zu sein, wenn wir die dafür notwendigen Wurzeln nicht haben. Daher brauchen wir im Karate Stellungen. Denn nur so können wir den Boden als eine Basis (äußere Kraftquelle) außerhalb unseres Körpers nutzen um Energie für unsere Bewegungen zu gewinnen. Die Energie in der Karatetechnik tritt durch die Füße, Beine und Hüfte zum Rumpf und so zur Technik. Die Technik an sich, sei es Arm oder Bein, ist nur die Verlängerung des Körpers in die geforderte Richtung, sie stellt nur eine Art Bindeglied zum Gegner dar und nicht mehr. Wenn der Unter- und Oberkörper in der Bewegung nicht koordiniert werden, ist nicht nur die Technik schwach, sondern wir werden auch Probleme mit dem Rücken, der Hüfte, dem Knie und der Schulter bekommen. Es stimmt, daß die Füße die Technik bestimmen bzw. einleiten. Wenn wir aber die Füße nicht richtig gebrauchen, dann haben wir keine gute Basis und dann nutzen wir auch nicht die äußeren Kraftquellen um Energie zu gewinnen. Die einzige Möglichkeit die dann noch bleibt um Kraft zu gewinnen ist durch Anspannung von einzelnen Muskelpartien bzw. Köperarealen wie z.B. Schulter oder Hüfte, was wir im Falle des Oberkörpers als reine "top-power" bezeichnen. Diese Art der Technik ist aber sehr schwach und auf die muskulären Fähigkeiten einer Person limitiert und mit Sicherheit wird diese Person die Kontrolle über das eigene Körperzentrum verlieren und dadurch leicht, sei es mental oder körperlich, außer Balance kommen.
Alle Gelenke des Körpers sollten frei sein, so als ob jeder einzelne Knochen des Körpers separiert von dem ihm nahe gelegenen Gelenk ist. Wenn man darauf nicht achtet, ist die Folge, daß die Gelenke blockiert werden. Folglich kann man diese nicht mehr bewegen ohne sie vorher nicht bewußt zu lockern (falls das überhaupt noch möglich ist). Dies betrifft alle Gelenke des Körpers. Übermäßige Gewichtsverlagerung auf ein Bein oder eine Körperseite blockiert die Knie und die Hüften, sodaß ein Schritt oder eine Fußtechnik ohne Vorbereitung nicht mehr möglich ist. Die zahlreichen Gelenke der Wirbelsäule (Zwischenwirbelgelenke oder Rippen-Wirbelgelenke) werden durch unaufrechte Körperhaltung oder Hohlkreuzbildung aus ihrer Mittellage entfernt und dadurch in ihrer Bewegung eingeschränkt, was wiederum zu verstärkter Abnützung (Arthrose), Atemeinschränkung usw. führt. Eine typische Problemzone ist auch die Schulter und der Ellenbogen. Beide werden durch lokale Muskelspannung und Überstreckung bei der Durchführung von Handtechniken blockiert oder überbeansprucht.
Stellen wir uns vor als ob die Füße am Boden verankert wären und der Kopf an der Decke fixiert wäre, dann ist z.B. die Wirbelsäule nicht komprimiert und nur dann kann die Atmung natürlich erfolgen, Bewegungen können frei sein, die Energie kann sanft fließen und unser Körper wird dadurch leicht und sensitiv.
Wir sehen also, dass die Körperhaltung wichtig ist, das bedeutet aber nicht, daß wir uns in eine starre Haltung begeben müssen, trotzdem sollten wir immer auf die Beziehung von Kopf, Nacken und Rücken achten um eine funktionelle Einheit unseres Rumpfes zu schaffen.
Die Gedanken und der Körper müssen koordiniert sein. Jede Bewegung beginnt mit einer mentalen Richtungsvorgabe, der Energieweg jeder einzelnen Technik muß klar sein, die Atmung wird gefolgt von der Muskelaktion, dann bewegt sich der Stützapparat und erst dann folgt die Technik. All das passiert simultan, aber wenn wir nicht diese Vorstellung haben, kann der Körper nicht als Ganzes in Richtung der Technik wirken und die Bewegung wird unkoordiniert. Im Falle einer so durchgeführten Technik kann man nicht von Kampfkunst sprechen sondern nur eher von einer Übung, die die Form der Karatetechnik imitiert. Die wiederum, wie wir anfangs besprochen haben, letztendlich sinnlos ist solange der Form keine Prinzipien inne sind.
Seit 1967 widme ich mich – mit einer 10-jährigen Unterbrechung - dieser Kampfkunst: Als Schüler, als Meister, als Wettkämpfer, als Lehrer und jetzt wieder als Lernender und Übender. Keine andere Kampfkunst bietet ein Leben lang solch unerschöpfliche Möglichkeiten des Übens und des Lernens.
Mein Training (Video)
Sypoba - System, Power in Balance
Training im Garten, Sommer 2012
Das Sypoba Training fördert Gleichgewicht, Koordination, Motorik, Sensorik und Reaktion. Es trainiert beide Gehirnhälften. Video vom Training
Warum tainiere ich beide Gehirnhälften ?
Bei fast allen Menschen sind die Gehirnhälften nicht gleichmäßig aktivierbar. Aus folgernder Grafik können wir herauslesen, welches Potential in uns erschlossen werden kann, wenn beide Gehirnhälften integriert arbeiten. Es gibt viele Trainingsmethoden, es muss ja nicht unbedingt die schwierige Form mit dem Sypoba Brett gewählt werden.
Bewegung – Balance – Übungen
Im Herbst des Jahres 2011 lernten wir durch Zufall Eva Hübner kennen. Eva ist
Energetikerin in Baden. Sie unterrichtet nach der Methode von Kim da Silva.
Was zeichnet Eva besonders aus?
Eva ist eine Person die täglich an ihrer persönlichen Weiterentwicklung arbeitet. Sie gibt nur jenes Wissen weiter, welches sie selbst an sich auf Wirkung erprobt hat.
Zur Person Kim da Silva:
Geboren 1943, lebt und arbeitet in Berlin und Bangkok.
Seiner 25 jährigen Tätigkeit als Chemiker in Forschung und pharmazeutischer Industrie , folgten Anfang der 70iger Jahre intensive Studien der indischen und chinesischen Philosophie, der Yogawissenschaften und verschiedener östlicher und westlicher Methoden der Energiebalance und der Selbstheilung.
Studienaufenthalte führten ihn nach Japan, China, Taiwan, Sri Lanka, Myanmar, Thailand und in die USA.
Meister Mantak Chia bildete ihn 1988 zum Lehrer für Tao Yoga aus. Kim da Silva ist Begründer des EM-K Systems (Eternal Movement Kinesiologie - Das Goldene Tor).
Seit 1987 ist er als Autor und Lehrer für östliche Philosophien und Heilmethoden tätig, neben Vorträgen und Seminaren führt er auch persönliche Beratungen durch.
Erika und ich hatten im Feber 2012 ein halbtägiges Seminar mit Kim. Im Anschluss daran hat er für uns ein Gesundheitsprogramm erarbeitet, welches wir mit Hilfe von Eva bis Mitte 2012 umsetzen.
Ein Mal pro Monat habe ich eine Sitzung mit Eva. Mit den Muskelfunktionstests ist es ihr möglich über meinen Körper direkt zu erfahren, was ihm im Augenblick zu- oder abträglich ist. Mit einfachen Methoden wie zum Beispiel Klopfen, Reiben oder Halten von Akupunkturpunkten kann sie mein physische, energetische und mentale Gleichgewicht wieder herstellen. Am Ende jeder Sitzung bekomme ich von ihr ein Übungsprogramm bestehend aus Balance-Übungen, Mudras und Akupressur Techniken.
Die Ergebnisse solcher Übungen sind verblüffend:
- Normaler Blutdruck ohne Medikamente (145:85). Vorher ohne blutdrucksenkende Medikamente 180:110!
- Gewichtsreduktion ohne Einschränkung beim Essen
- Deutliche Verbesserung meiner Meniskusprobleme
- Deutlich mehr Harmonie und verbesserte Lebensqualität
Mudras die Gesundheit in unseren Händen
Das Mudra ist die Kommunikation mit unserer Lebenskraft durch Anregung der Finger-Reflexzonen mittels bestimmter Fingerstellungen.
In der indischen Medizin werden die Fingermodi, die sogenannten Mudras, unter anderem dazu verwendet, auf energetischer, physischer und psychischer Basis eine Balance zu erreichen.
Kim da Silva beschreibt in diesem Buch 75 Mudras zur Behandlung unterschiedlichster Beschwerden und Störungen des menschlichen Körpers. Die Anwendung dieser Mudras ist vorbeugend genauso sinnvoll wie im Akutfall - und auch zur Unterstützung ärztlicher Behandlung geeignet.
Ich verwende jene Mudras, die ich mit Eva während der monatlichen Sitzungen erarbeite.
Der inneren Uhr folgen
Alles im Leben hat seine Zeit. Wann sie gekommen ist, verrät die Organuhr. Diese innere Uhr, von der Atmung, Herzschlag, Gehirntätigkeit und andere körpereigene Energiesysteme abhängen, steuert die Funktionen unseres Organismus. Ein Leben gegen die Organuhr ist daher immer ein Leben gegen den eigenen Körper.
In zweistündiger Folge und immer um die gleiche Zeit wandert die Energie innerhalb des Körpers von einem Organsystem zum anderen. Kim da Silva zeigt, wie wir das Wissen um diesen natürlichen Körperrhythmus optimal nutzen können.
Ich nütze das in diesem Buch beschriebene Wissen um so mit meinen persönlichen Lebens-Ressourcen optimaler umzugehen. Das heißt, ich versuche alltägliche Dinge dann zu erledigen, wann der beste Zeitpunkt dafür ist.
Meditation
Es gibt viele Formen der Meditation. In jedem Kulturkreis finden wir spezielle Ausprägungen. Hier befindet sich aus meiner Sicht die Schnittstelle zu unserer religiösen Ausrichtung. In der Meditation wird Kontakt mit Gott oder dem „Göttlichen“ aufgenommen. Im Buddhismus ist das höchste Ziel, ein Teil des „Göttlichen“ zu werden.
In unserer christlichen Religion haben wir Meditationsstätten in der Form von Kirchen oder Klöstern. Als Meditationshilfe dienen Gesang, Gebet oder einfach nur die Stille. Für mich ist die Meditation die Schnittstelle zu meinem christlichen Glauben.
Zazen
In den 70-er Jahren hatte ich im Rahmen meiner Karate Ausbildung Kontakt mit einem Trainingskollegen Herrn Ellinger. Herr Ellinger war Sekretär des damaligen Verteidigungsministers Lütgendorf und Zazen-Wissender. Durch ihn lernte ich die Grundzüge der Zen-Meditation kennen und schätzen.
Zazen ist die reinste Form der Meditation. Mit dieser Methode wird das Erleben von Stille und Leere möglich. Es ist das wichtigste und allein unverzichtbarste Element im Zen-Buddhismus, es bringt Geist und Körper zur Ruhe. Ziel ist es die Leerheit zu verwirklichen und die Welt zu sehen wie sie wirklich ist.
Quelle Univ.-Prof. Dr. H. P. Hofer (Uni Klinik Graz):
Der Kern des Zen ist die Praxis von Zazen, dessen Essenz die Meditation im Sitzen ist. In der tradierten Meditationshaltung sitzt man mit aufrechtem Rücken, konzentriert auf die Körperhaltung und die Atmung. Die Gedanken ziehen vorbei und der Geist wird friedlich und still.
Durch die senkrechte Körperhaltung und die tiefe Atmung kommt unser autonomes Nervensystem in sein natürliches Gleichgewicht, Körper und Geist werden eins, und wir verwirklichen direkt die Wirklichkeit, jenseits unserer Gedanken und Gefühle.
Quelle Univ.-Prof. Dr. H. P. Hofer (Uni Klinik Graz):
Der Kern des Zen ist die Praxis von Zazen, dessen Essenz die Meditation im Sitzen ist. In der tradierten Meditationshaltung sitzt man mit aufrechtem Rücken, konzentriert auf die Körperhaltung und die Atmung. Die Gedanken ziehen vorbei und der Geist wird friedlich und still.
Durch die senkrechte Körperhaltung und die tiefe Atmung kommt unser autonomes Nervensystem in sein natürliches Gleichgewicht, Körper und Geist werden eins, und wir verwirklichen direkt die Wirklichkeit, jenseits unserer Gedanken und Gefühle.
Einfach nur sitzen, konzentriert, aufmerksam im Hier und Jetzt, verwirklicht sich automatisch, unbewusst und natürlich die Essenz unseres Wesens - so ein traditioneller Wortlaut.
Unsicherheit, Stress und Überforderungen prägen unsere heutige Zeit. Zen-Meditation kann dabei das Bedürfnis nach innerer Fokussierung und nach Spiritualität erfüllen und den Weg zu sich selbst öffnen.
Die Lehre ist des weiteren untrennbar mit den japanischen Kampfkünsten in der Tradition der Samurai (Budo-Künste) verbunden.
Die positiven Effekte der Meditationspraxis sind multidisziplinär medizinisch - wissenschaftlich untersucht und neurobiologisch untermauert, was sich in einer Vielzahl von Publikationen niederschlägt.
Qi Gong
Quelle Silvia Glatzer:
Qi Gong ist eine uralte Selbstheilungsmethode, die vielfältige Bewegungsübungen und Entspannungsmethoden beinhaltet. Qi Gong ist neben der Akupunktur ein wichtiger Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin , nach der die Lebensenergie, auch Qi genannt, in einem System von Leitbahnen im Körper strömt. Der freie Fluss des Qi ist die Grundlage für unser körperliches und seelisches Wohlbefinden.
Qi = Lebensenergie
Gong = beständiges Üben
Wie wirkt Qi Gong?
Das Qi Gong als Heilbehandlung ist eine Ganzheitsmethode. Durch tägliches, beharrliches Üben werden die Atmung, Qi und Blutzirkulation reguliert, Bewegungen werden gelöster, Gelenke geschmeidiger, Verkrampfungen und Anspannungen lösen sich.
- fördert und erhält Gesundheit und Wohlbefinden
- Stoffwechselprozesse im Körper werden aktiviert
- die Ausscheidung und Entgiftung des Körpers wird angeregt
- stärkt das Immunsystem und die Selbstheilungskräfte
- wirkt prophylaktisch und zeigt eine gesundheitsfördernde Wirkung bei vielen Zivilisationskrankheiten u.a. Rückenschmerzen, Tinitus, Herzkrankheiten, Hypertonie, Schlafstörungen, Rheuma und anderen, auch schweren chronischen Erkrankungen
- Qi Gong fördert mentale Fähigkeiten, es sammelt die Gedanken und führt zu mehr Konzentration
- verbessert die Stimmungslage und beeinflusst körperliche und emotionale Befindlichkeiten
Die Übungen
Inhalt und Ziel der Übungen sind, das überall vorhandene Qi zu vermehren und an den Ort seiner Wirkrichtung zu bringen. Die Übenden lernen ihre individuellen Aktivitäten zu entfalten, ihre Vorstellungskraft, Qi und Körperhaltungen zu trainieren.
Die äußeren Bewegungen bilden den Rahmen für die wichtigeren inneren Bewegungen von Qi und Blut.
Die Bewegungen sind natürlich und ohne Anstrengung, sie wechseln sich kontinuierlich mit Anspannungs- und Entspannungsphasen ab.
Sie sind eine harmonische Verbindung von Aufmerksamkeit, Atmung und Bewegung. Sanft, geschmeidig, langsam, natürlich und ungezwungen sind vielfältig und für jeden Menschen einzusetzen. Jeder - auch der alte Mensch - kann diese einfachen, sanften Bewegungen erlernen und sie unterstützen Heilung auf körperlicher, geistiger und seelischer Ebene durch einen ruhigen und friedvollen Geist.
Die äußeren Bewegungen bilden den Rahmen für die wichtigeren inneren Bewegungen von Qi und Blut.
Die Bewegungen sind natürlich und ohne Anstrengung, sie wechseln sich kontinuierlich mit Anspannungs- und Entspannungsphasen ab.
Sie sind eine harmonische Verbindung von Aufmerksamkeit, Atmung und Bewegung. Sanft, geschmeidig, langsam, natürlich und ungezwungen sind vielfältig und für jeden Menschen einzusetzen. Jeder - auch der alte Mensch - kann diese einfachen, sanften Bewegungen erlernen und sie unterstützen Heilung auf körperlicher, geistiger und seelischer Ebene durch einen ruhigen und friedvollen Geist.
Mit dem Stilles Qi Gong beschäftige ich mich seit Herbst 2011 zusätzlich zu Zazen. Ich wollte eine neue Facette der Meditation kennen lernen. Ich kann die oben beschriebene Wirkungsweise voll bestätigen.
Schnittstelle zu meiner Religion
Über die Meditation und bestimmte Medien (Kirche, Natur....) nehme ich Kontakt zum „Göttlichen“ auf.
Wenn es Geist ist, was die Welt kreiert und dirigiert, dann steht das Wort Zufall nur für Phänomene, die sich nach uns unbekannten Gesetzmäßigkeiten ereignen. Und dort beginnt der Glaube an die Religion.Zusammenfassung
Ich hoffe es ist mir gelungen mein ganzheitliches System mit seiner ganzen Faszination der Leserin/dem Leser näherzubringen. In diesem Sinne lebe ich
MEINE VISION:
In beständigem Lernen und Üben mit Würde alt werden
MEINE MISSION:
Das Vorleben und das Vermitteln von Ethik und Werten ist eine wichtige Aufgabe unserer Generation
MEIN MOTTO:
Ich bin ein Teil meiner Umgebung und stehe in direkter Wechselwirkung zu Allem was mich umgibt
CASE STUDIES
Umgang mit Stress
Während meiner Tätigkeit als Karate-Lehrer machte ich folgende Beobachtung: Ich hatte Schüler, die waren fleißig und talentiert. Während dem Training konnten sie sehr gute Leistung erbringen. Bei Wettkämpfen waren sie aber nicht in der Lage, diese Leistung abzurufen. Daher entschied ich mich die Zazen-Meditation als fixen Bestandteil ins Training aufzunehmen. Bereits nach 6 Monaten stellten sich die ersten Erfolge ein. Meine Schüler zeigten deutlich mehr Siegeswillen, Selbstbewusstsein und Kampfstärke ohne ihre guten Eigenschaften wie Respekt vor dem Gegner und Rücksichtnahme auf den Schwächeren zu verlieren.
Bewältigung von Krankheiten
Bluthochdruck
Seit meiner Kindheit litt ich an Bluthochdruck. Seit Sommer 2011 bin ich Beschwerdefrei und ohne Medikamente.
Beschwerdefreiheit erreichte ich mit Unterstützung der Energetikerin Eva Hübner. Zusätzlich mache ich spezielle Körperübungen zur Erhaltung meiner Balance und regelmäßige Meditation.
Flüssigkeitsansammlung im Körper
Im vier-Wochenrythmus litt ich an unerklärlicher Flüssigkeit-Ansammlung im Körper mit bis zu vier Kilo Gewichtszunahme. Nach wenigen Tagen verlor ich regelmäßig die Flüssigkeit wieder. Dies war eine lästige Einschränkung meiner Lebensqualität.
Beschwerdefreiheit erreichte ich mit Unterstützung der Energetikerin Eva Hübner. Zusätzlich mache ich spezielle Körperübungen zur Erhaltung meiner Balance und regelmäßige Meditation.
Ängste
Ängste sind erhebliche Energieräuber und greifen sehr stark in die Lebensqualität ein.Ängste leben oft im verborgenen Unterbewusstsein und wir sollten sie uns auch eingestehen und zulassen. Erst dann ist eine gezielte Beseitigung möglich.
Angstzustände konnte ich durch Karatetraining in den Griff bekommen. Auch Ängste bei beruflichen Herausforderungen – ich stand doch bei meinen Wettkämpfen gegen Spitzenleuten auf der Matte und machte gute Figur. Da werde ich mich doch nicht vor den Drohgebärden überheblicher Mitbewerber und Chefs fürchten.
Rückenbeschwerden
Ich habe ein angeborenes Rückenleiden – offener Kreuzbein Kanal. Ich war deswegen Militärdienst untauglich. Mit Hilfe von gezieltem Sport blieb mir eine Operation der Wirbelsäule bisher erspart.
Mit Hilfe von Bewegungstherapeuten habe ich ein spezielles Rückenprogramm ausgearbeitet, welches täglich angewendet wird.
Kniebeschwerden
Im Jahr 2005 habe ich mich entschieden am rechten Bein meinen Meniskus operieren zu lassen – zu groß waren schon die Schmerzen. Da die Knorpelschicht am Kniegelenk schon sehr stark abgenützt war, brachte mir die Operation nicht den erhofften Erfolg. Schifahren z. B. war nur mehr mit einer Knieorthese möglich. Mein Karate-Training musste ich komplett einstellen. Seit der Schisaison 2011/2012 benötige ich keine Knieorthesen mehr. Ich stehe mehr als 100 Stunden pro Saison am Schi. Einfache Schitouren sind auch wieder möglich. Ebenso das Karate-Training.Verdacht auf Herzinfarkt
Damals im Jahr 1980 änderte ich mein Leben. Nach meinem Sport-zentrierten Leben begann mich ausschließlich über meinen Beruf zu definieren.10 Jahre später - es war die Zeit meiner größten beruflichen Erfolge - begannen die Schwierigkeiten in Form von Panik Attacken. Herzstechen, Schweißausbrüchen, Todesangst. Während dem Autofahren, während Geschäftsmeeetings, abends vor dem Einschlafen. Eines nachts wurde ich mit Blaulicht in die Intensiv Station eingeliefert. Verdacht auf Herzinfarkt. Gott sei Dank war es nur ein Verdacht. Aber trotzdem, dieser Vorfall verbreitete sich in der Branche wie ein Lauffeuer. Hatte ich doch damals in der Branche den Mythos des „Unbesiegbaren“. Es gab im Ausland viele Bewunderer aber in Österreich viele Neider. Ich befand mich beruflich in einer sehr gefährlichen Situtation. Wer will schon einen, der gerade ein „BurnOut“ hat. Mein Marktwert bei den Head-Huntern bewegte sich im Sturzflug nach unten. Da habe ich begonnen nachzudenken und mich auf meine alten Werte besonnen, die vier Säulen für ein gesundes Leben. Ich bedanke mich an dieser Stelle aber auch bei jenen Personen, die in dieser schweren Zeit trotzdem immer an mich geglaubt haben.
Trainingsplan
Mein täglicher Trainingsplan
- Frühmorgens
45 Minuten Energieübungen, Rückenübungen und Meditation
- Mittags
1 Stunde mit dem Hund spazieren
- Abends
Energieübungen und Meditation plus:
abwechselnd Karate-Training, Hantel-Training, Ergometer-Training
1 Stunde- Fallweise ausgedehnte Wanderungen, Schitouren, Mountainbike Touren.
Trainingsplan für Einsteiger
Meine Empfehlung:- 3 x pro Woche 45 Minuten bestehend aus 15 Minuten Herz-/Kreislauftraining am Ergometer und 30 Minuten Hanteltraining
- Täglich 15 Minuten Meditation
- Täglich 5 Minuten Balance-/Gleichgewichtsübungen
- 1 x pro Woche eine Wanderung/Radtour/Dauerlauf
Literaturhinweis
Komplementär Medizin
Kim Da Silva: „Gesundheit in unseren Händen“
Kim da Silva: „Der inneren Uhr folgen“
Barbara Temelie: „Die Ernährung nach 5 Elementen“
Philosophie
David Precht: „Die Kunst kein Egoist zu sein“
Carl-Graf Dürckheim: „Hara die Erdmitte des Menschen“
Seneca: „Von der Gelassenheit“
Epikurus: „Philosophie der Freude“
Kampfkunst
Morio Higoanna: „Performances of the Kata“
Morio Higoanna: „Application of the Kata“
Nakayama: „Karateperfekt“
Goseo Yamaguchi: „Goju-Ryu Karate II“
Reid, Croucher: „Der Weg des Kriegers“
T. Okazaki, Dr. med. Stricevic: „Modernes Karate“
Oyama: „This is Karate“
P.M. - Welt des Wissens